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 Betreff des Beitrags: Was ist mit Kartoffeln?
BeitragVerfasst: 29. Jan 2012 18:39 
Wie seht/beurteilt Ihr Kartoffeln? Also jetzt nicht Süsskartoffeln, sondern vielmehr die Standard-Supermarktkartoffel. Kartoffeln sind ja im Grunde genommen Nachtschattengewächse und enthalten den giftigen Stoff Solanin. Allerdings ist der Gehalt in den modernen Züchtungen in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen. Dann befindet sich das meiste Solanin ja sowieso in der Schale. Und beim Kochen der geschälten Kartoffel geht ja auch noch einiges ins Kochwasser über. Achtet man jetzt noch darauf keine Kartoffeln mit Keimsprossen zu verwenden, worin wohl nachweislich viel Solanin drinnen steckt, dann müsste es doch eigentlich kein Problem sein ab und zu mal Kartoffeln zu füttern. Was meint Ihr?

LG
Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist mit Kartoffeln?
BeitragVerfasst: 29. Jan 2012 18:50 
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Chefin der Schneeflocken
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Zitat:
Kartoffeln - Grenzfall

In der Rohernährung kann man hin und wieder, zum Beispiel wenn der eigene Hund nur sehr schlecht an Substanz gewinnt, Alternativ auch mal Kartoffeln unter die Gemüsemahlzeit mischen. Kartoffeln (lt. Solanum tuberosum) bestehen überwiegend aus Wasser, enthalten aber viel Eiweiß und Kohlenhydrate. Sie haben einen sehr geringen Fettanteil, sind ein guter Energielieferant, glutenfrei und liefern Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Kartoffeln gehören zu der Gruppe der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und stammen ursprünglich aus den südamerikanischen Anden. Sie traten in Europa erstmals im Jahre 1555 auf den Kanarischen Inseln und in Andalusien auf wo sie Patata – uns vielleicht heute besser bekannt unter der englischen Bezeichnung „potatoes“ genannt wurden. Mittlerweile gibt es weltweit rund 5000 verschiedene Sorten, aber nur einige wenige sind in Deutschland vom Bundessortenamt für Ernährung zugelassen!

Zubereitung:
Ob nun bio oder nicht, wichtig ist, dass Kartoffeln nicht ROH, sondern nur gekocht unter die Gemüsemahlzeit gemischt werden. Auch sollte man darauf achten, dass KEINE grünen keimenden Kartoffeln verwendet werden, da diese äußerst gesundheitsschädlich sind!

Lagerung:
Die beste Lagerung für Erdäpfel ist kühl, trocken, dunkel und luftig bei einer idealen Temperatur von mind. + 7,5 Grad C. mit ca. 99% Luftfeuchtigkeit. Kartoffeln in Papiertüten halten sich besser, als solche in Plastiktüten. Der Grund hierfür ist, dass Papier überschüssige Feuchtigkeit besser verdunsten lässt, was zur Folge hat, dass Kartoffeln weniger schnell faulen und vor Licht geschützt werden!
Sind Kartoffeln lange Zeit Licht ausgesetzt, bildet sich Solanin, ein giftiges Alkaloid (organische, stickstoffhaltige, meist basische natürlich vorkommende Verbindungen), welches äußerst gesundheitsschädlich ist. Erste Solanin-Vergiftungserscheinung - auch als Solanismus bezeichnet - können u.a. ein Brennen und Kratzen im Hals verursachen, Durchfall, Übelkeit, Atemnot, Bewusstlosigkeit und Krämpfe hervorrufen. Grüne Stellen an Kartoffeln und um die „Kartoffelaugen“ herum (diese sind keine giftige Verunreinigung, sondern das eigentliche Keimzentrum der Knollen. Keimlinge, die aus den Kartoffelaugen sprießen, kann man auch zu Hause beobachten, wenn man die Erdäpfel zu warm und zu lange lagert. Dabei beginnt sich auch ohne Erde ein weißer Keimling aus dem „Auge“ zu bilden) müssen also vor dem zubereiten sorgfältig und großflächig entfernt werden, da diese Giftstoffe durch das Kochen nicht eliminiert werden!

Wir raten davon ab, Kartoffeln mit grünen Stellen zu füttern da Solanin als krebserregend gilt, und bei ergrünter Oberfläche bereits einen Gehalt von 35mg Solanin / pro 100g Kartoffel aufweist, was für den Menschen im toxischen Bereich liegt! Aus diesem Grund lieber ab damit in den Müll! Gesunde Kartoffeln weisen durchschnittlich einen Solaningehalt von 5 – 7 mg/ pro 100g auf.

Gundsätzlich gilt:
- Immer kühl und dunkel lagern. Beste Lagertemperatur bei + 7,5 Grad
- Grüne Stelle und Kartoffelaugen immer wegschneiden. Kartoffeln, die große Grünstellen aufweisen lieber entsorgen!
- Ein großer Teil des Solanins liegt direkt unter der Schale. Lieber mehr wegschneiden
– reduziert die Solaninkonzentration!
- Solanin geht beim Kochen ins Wasser über. Aus diesem Grund das Kochwasser nicht weiter verwenden!

Es gibt noch ein weiteres Manko zu verzeichnen! Wegen der hohen Empfindlichkeit müssen Kartoffeln extrem mit Schadstoffen wie Kunstdünger und Pestizide n behandelt werden. Aus diesem Grund - wer seinem Hund Kartoffeln füttern möchte - lieber auf Bio umsteigen und immer eine ordentliche Portion natürliches Vitamin C (Acerola/Hagebuttenpulver) dazu!

Inhaltsstoffe:
Kohlenhydrate (Stärke) ca. 15 %
Eiweiß ca. 2 %
Fett ca. 0,1%
Ballaststoffe ca. 0,8 – 1,7 %
Wasser ca. 77 %
Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen ca. 1 %
Vitamin C, Vitamin A und Vitamie der B-Gruppe

Fazit:
Ob Kartoffeln tatsächlich so gesund sind, wagen wir dennoch zu bezweifeln. Für Hunde, die aber nur schlecht an Substanz gewinnen oder auch mit erhöhtem Energiebedarf durchaus möglich.


Quelle = BARF - Gemüseliste

Habe ich gekochte Kartoffeln übrig, matsche ich sie meinen Hunden auch schon mal unter.

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Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische
Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft zu einem Menschen. Konrad Lorenz


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist mit Kartoffeln?
BeitragVerfasst: 29. Jan 2012 20:33 
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Dorismaya hat geschrieben:

Habe ich gekochte Kartoffeln übrig, matsche ich sie meinen Hunden auch schon mal unter.


Mache ich ebenso und Ben ist richtig scharf auf Kartoffeln.
Wenn ich Kartoffeln schäle für Salat, dann steht er da und wartet sehnlichst darauf, dass mir eine runterfällt... *pfeifel* :mrgreen: :mrgreen:

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Liebe Grüße
Mona mit Ben

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist mit Kartoffeln?
BeitragVerfasst: 29. Jan 2012 20:37 
frisst sie liebend gern (gekocht)
:D

Birgit + Hira


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist mit Kartoffeln?
BeitragVerfasst: 29. Jan 2012 21:07 
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wenns bei uns Kartoffeln gibt, koche ich immer etwas mehr.
Auch Patou mit seiner Allergie verträgt Kartoffeln prima.
Ich gebe sie zum Fleisch und Gemüse dazu, etwas mit der Gabel zerdrückt und natürlich ohne Schale.

V.G.

Carmen


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist mit Kartoffeln?
BeitragVerfasst: 29. Jan 2012 21:44 
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ich gebe auch ab und zu Kartoffeln,die bei uns übrigbleiben..die Meute frisst sie liebend gern.
Dackdel Bolle z.B. weicht mir beim Schälen nicht von der Seite und ist total gierig auf die rohen,da ich aber weiss,dass dies nicht gut ist,bekommt sie meist nur einen ganz dünnen Span..da ist sie zufrieden.
Ich hab aber echt gedacht,dass sie bekömmlicher und gesünder wären,als Getreide,denn das füttere ich fast nie.
Zum Fleisch gibt es meist Gemüseflocken,mal Hirse oder Reisflocken dazu.(alles Lunbderland,zum Aufbrühen)

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lieben Gruss Corinna

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Emmilie und Gizmo im Herzen...Ihr wart tolle Gefährten und ich vermisse Euch sehr


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist mit Kartoffeln?
BeitragVerfasst: 30. Jan 2012 02:24 
Corinna hat geschrieben:
ich gebe auch ab und zu Kartoffeln,die bei uns übrigbleiben..die Meute frisst sie liebend gern.
Dackdel Bolle z.B. weicht mir beim Schälen nicht von der Seite und ist total gierig auf die rohen,da ich aber weiss,dass dies nicht gut ist,bekommt sie meist nur einen ganz dünnen Span..da ist sie zufrieden.
Ich hab aber echt gedacht,dass sie bekömmlicher und gesünder wären,als Getreide,denn das füttere ich fast nie.
Zum Fleisch gibt es meist Gemüseflocken,mal Hirse oder Reisflocken dazu.(alles Lunbderland,zum Aufbrühen)

Ich denke, dass Kartoffeln (gekocht) in Punkto Verdaulichkeit und Gehalt an Nährstoffen 100 mal besser sind als Getreide. Wie gesagt: Das einzige was ich nicht mit vollkommener Sicherheit einschätzen kann ist das Ding mit dem Solanin.


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