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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Achtung vor Weintrauben und Trester
BeitragVerfasst: 3. Jul 2009 23:09 
Tödliche Vergiftungen bei Hunden durch Weintrauben und Trester

Immer wieder berichten Veterinärmediziner über tödlich verlaufende
Vergiftungen durch Weintrauben und Rosinen bei Hunden.
Die Tiere versterben trotz Intensivbehandlung an einem
rasch verlaufenden Nierenversagen.

Die Tierärztin Dorothea Usselmann dokumentierte kürzlich im
Fachjournal „Praktischer Tierarzt“ die Krankheitsgeschichte einer
einjährigen kastrierten Hündin der Rasse Galgo Espaniol. Im Oktober
2006 wurde das 20 Kilogramm schwere Tier wegen starken Erbrechens und
wässrigen Durchfalls seit circa 10 Stunden in einer Tierarztpraxis
vorgestellt. Die Hündin war knapp drei Monate zuvor aus Spanien
eingereist und war kurz vor der Einreise auf die „Reisekrankheiten“
Leishmaniose, Ehrlichiose und Babesiose serologisch mit negativem
Resultat getestet worden. Im August war im Rahmen einer
Kastrationsvoruntersuchung ein starker Spulwurmbefall aufgefallen,
woraufhin die Hündin entwurmt worden war. Gleichzeitig waren bei einer
Blutuntersuchung keine krankhaften Befunde aufgefallen.

Etwa 10 Stunden vor dem Einsetzen des Erbrechens und Durchfalls hatte
die Hündin auf einer Wanderung durch Weinberge eine auf circa 400 g
geschätzte Menge (20 g/kg KGW) an roten und weißen Weintrauben vom
Rebstock gefressen, zudem eine Handvoll Traubentrester*, der zur
Dünger im Weinberg ausgebracht worden war.

Zwei weitere Hunde, eine siebenjährige kastrierte Galgo
Espaniol-Hündin mit einem Gewicht von 26 kg und eine achtjährige
kastrierte Podenco-Hündin mit einem Gewicht von 25 kg, die ebenfalls
Trauben und Trester in ungefähr gleicher Menge (circa 20 g/kg KGW)
aufgenommen hatten, waren symptomfrei geblieben.

Etwa sechs Stunden nach der Aufnahme der Trauben erfolgte der letzte
Urinabsatz. Eine halbe Stunde später wurde wässriger Kotabsatz
beobachtet, wiederum eine halbe Stunde später Erbre- Erbrechen, das
seitdem etwa stündlich erfolgte. Das Allgemeinbefinden verschlechterte
sich zunehmend. Bei der klinischen Untersuchung war das
Allgemeinbefinden mittelgradig gestört, die Hündin war apathisch und
speichelte stark. Es wurde eine Herzfrequenz von 80/min, eine
Atemfrequenz von 20/min und eine Rektaltemperatur von 38,4 °C
gemessen. Das Abdomen war weich und unauffällig wie auch die tastbaren
Lymphknoten. Trotz Infusion wurde kein Urin mehr abgesetzt. Bei einer
Ultraschalluntersuchung waren die Nieren unauffällig.

Da die Intensivmedizinische Behandlung nicht erfolgreich war und sich
das Allgemeinbefinden des Tieres weiter verschlechterte, wurde die
Hündin dann nach Rücksprache mit den Besitzern eingeschläfert.

*Trester: ca. 75 % Schalen und 25 % Traubenkerne.

Anmerkung der AHO® - Redaktion: Da bisher nicht geklärt ist, warum
Weintrauben und Produkte aus Weintrauben für Hunde giftig sind,
sollten auch Rosinen und Traubenkernöl von Hunden fern gehalten
werden.


Dorothea Usselmann
Akutes Nierenversagen bei einem Hund nach dem Verzehr von Weintrauben
und Weintraubenprodukten
Praktischer Tierarzt 88: Ausgabe 10, 2007, S. 790–795

http://www.animal-health-online.de/news/show.php?u=3&p=http://ticker-kleintiere.animal-health-online.de/20071117-00000/

Ich wusste bereits dass das Zeugs für Hunde giftig ist, stelle es aber trotzdem für Neu-Hundehalter hier rein, da es nicht jeder weiss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Achtung vor Weintrauben und Trester
BeitragVerfasst: 11. Aug 2010 23:30 
Roinen sind wohl sogar noch schlimmer als Trauben, da sie die schädigende Substanz in konzentrierter Form enthalten. mein Hund hatte kürzlich eine leichte Vergiftung von ca. 20 Rosinen (er wiegt aber auch nur 5 kg).


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 Betreff des Beitrags: Re: Achtung vor Weintrauben und Trester
BeitragVerfasst: 18. Aug 2010 23:42 
In Zuerich sind Hunde durch Traubentrester der als Duenger ausgesteut wurde vergiftet worden.
Aber was mich dann immer wieder erstaunt:
Weshalb gehen Woelfe und verwilderte Haushunde in der Toskana dann in Rebberge und hauen sich die Baeuche mit Trauben direkt vom Rebstock voll ? Sie sterben nicht daran (!!) sondern sie ernaehren sich davon !!! Ja die Winzer sind sogar sauer, weil diese Tiere ihre Reben pluendern.
Wer kann mir das erklaeren ?

Liebe Gruesse
Susanne mit Rahan


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 Betreff des Beitrags: Re: Achtung vor Weintrauben und Trester
BeitragVerfasst: 19. Aug 2010 08:02 
stimmt das wirklich Susa?

Wir hatten in der Praxis auch Vergiftungsfälle...und die Forscher sagten immer man wisse noch nicht wie viel tödlich wäre!

Alternativ wäre für mich nun nur die Möglichkeit daß es nicht mit den Trauben sondern mit den gespritzten Mitteln zusammen hängt...wird in der Toscana evtl. nicht gespritzt?


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 Betreff des Beitrags: Re: Achtung vor Weintrauben und Trester
BeitragVerfasst: 19. Aug 2010 10:45 
Doch das stimmt !!
Gesehen in Dokufilmen von:
Andreas Moser ( Netz Natur: Wölfe in der Toskana )
Christoph Promberger ( DOK: Wolfsprojekt Rumänien. )
Strassenhunde von Sardinien ( DOK: 3Sat )
Da haben sich nachts Hunde und Wölfe gleichermassen in den Rebbergen herumgetrieben und Rebstöcke leergefressen. Aber ich weiss aber nicht, was für eine Rebsorte oder Speisetraube dort wächst.

Das Gift soll in den Kernen sein. Daher ist der Trester so hochgefährlich.

Liebe Grüsse
Susanne mit Rahan


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 Betreff des Beitrags: Re: Achtung vor Weintrauben und Trester
BeitragVerfasst: 31. Aug 2010 00:07 
Offline
Maremmano-Mama
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Kuvasusa hat geschrieben:
Das Gift soll in den Kernen sein.


Genauso ist es!

Letztes Jahr starb ein ausgewachsener Labbi an der Vergiftung. Er hatte sich im Garten
seiner Familie eine ganze Traube heruntergerissen und verspeist. Gespritzt waren die
Trauben NICHT!
Das Gift in den Kernen verursacht Nierenversagen mit tödlichem Ausgang.

_________________
Lieben Gruß,
Jutta mit Flori


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