Aktuelle Zeit: 22. Sep 2018 09:43

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 8063

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Giftiges Für Hunde - im Haus, Garten und freier Natur
BeitragVerfasst: 4. Jul 2009 23:00 
Offline
Chefin der Schneeflocken
Chefin der Schneeflocken
Benutzeravatar

Registriert: 07.2009
Beiträge: 11053
Wohnort: 37290 Meißner
Danke gegeben: 5
Danke bekommen: 4x in 4 Posts
Geschlecht: weiblich
Es gibt sehr viele menschliche Nahrungsmittel und Pflanzen - sowohl im Haus, Garten und in der freien Natur - und natürlich auch andere Stoffe welche für Hunde äußerst GIFTIG sind

Hier ist eine Auflistung dieser Giftstoffe mit den Symptomen die bei Genuss auftreten können.

Nicht alles was der Mensch verzehrt ist auch dem Hund zuträglich!


Menschliche Nahrungsmittel sind oftmals für die Ernährung von Hunden untauglich. Und zwar nicht nur, weil sie oft einseitig zusammengesetzt und arm an lebenswichtigen Nährstoffen sind, sondern weil sie in manchen Fällen schlicht und einfach giftig wirken können. So sind z.B. Nüsse für Hunde von Nachteil, da sie einen hohen Phosphorgehalt haben und deswegen leicht zu Blasensteinen oder Störungen des Knochenstoffwechsels führen können. Walnüsse sind sogar giftig. Zwiebeln, besonders rohe, führen bei Hunden zu Blutarmut, da ihre Inhaltsstoffe die roten Blutkörperchen zerstören. Andere Nahrungsmittel wie z.B. Hülsenfrüchte führen durch ihren sehr hohen Faser- und Eiweißgehalt zu Überaktivität der Darmbakterien. Dies kann Bauchkrämpfe und unangenehm gesteigerte Darmwinde (Flatulenz) bewirken. Zudem enthalten manche Hülsenfrüchte Fermenthemmstoffe, die die Eiweißverdauung behindern (z.B. Sojabohnen). Alle fleischhaltigen Nahrungsmittel vom Essenstisch, aber auch Käse und Essensreste, sollten ebenfalls nicht einem Hund verfüttert werden, da ihre Zusammensetzung nicht seinen Nährstoffbedürfnissen entspricht. Genauso schädlich kann eine Überdosierung an fettlöslichen Vitaminen (z.B. Vitamin A) sein. Stark gesalzene Nahrung (gesalzenes Fleisch oder Fisch), Seewasser oder Pökellake können u.a. zu Bluthochdruck und Nierenschäden führen. Schließlich ist noch vor der Verfütterung gebratener oder gegrillter Speisen, vor allem Fleisch, zu warnen: Der hohe Fettgehalt, Salz und Gewürze sowie Röststoffe sind für die Ernährung von Hunden nicht geeignet!

Absolut ungute bis giftige Auswirkungen für den Hund kann es nach sich ziehen, bekommt er von uns aus Unwissenheit folgende Speisen gefüttert:

*

Alkoholische Speisen;
* Nikotin

Nikotin: Die Aufnahme des Giftes erfolgt in der Regel durch kauen bzw. fressen von Zigaretten oder Kautabak. Dabei sind in erster Linie Welpen betroffen, da diese wesentlich neugieriger sind als ältere Tiere und alles mögliche ausprobieren. Anfangs kommt es zur Erregung, später zur Lähmung des Gehirns: Muskelzittern, Speicheln, Erbrechen, erhöhte Herz- und Atemfrequenz, Krämpfe, Bewegungsstörungen und Kreislaufkollaps.

*

Avocados;

Das enthaltene Toxin ist ausschließlich für unsere Heimtiere gefährlich und befindet sich in allen Anteilen der Pflanze. Es führt zu schweren Schädigungen des Herzmuskels und damit zu Atemnot, Husten, Ödeme und Bauchwassersucht. Eine Vergiftung endet i.d.R. tödlich, da eine spezifische Therapie nicht existiert.

*

Bohnen (blähend)

*

Erdnüsse
*

Geflügelknochen (schlecht verdaubar);
*

Hülsenfürchte (Linsen, Bohnen etc)
*

Kakao;

Kakao (z.B. in Schokolade!!): Dieses menschliche Nahrungsmittel kann von Hund und Katze nur sehr schwer verstoffwechselt werden. Der Inhaltsstoff Theobromin reichert sich im Körper an, was letztlich zu Vergiftungen führen kann. Betroffen hiervon sind auch alle Produkte, welche Kakaobestandteile enthalten (Schokolade!!). Die tödliche Dosis für den Hund liegt bei 100 mg Theobromin pro kg Körpergewicht. Je nach Kakaogehalt sind etwa 60g Milchschokolade pro kg Körpergewicht bzw. 8g Blockschokolade pro kg Körpergewicht (d.h. 100g Blockschokolade für einen 12 kg-Hund) können einen Hund vergiften, evtl. töten. Auch hier reagieren die Tiere mit Durchfall und Erbrechen, später kommen zentralnervöse Störungen (Zittern, Krämpfe, Lähmungen der Hintergliedmaßen, Bewusstseinsstörungen) hinzu.

*

Kaltes, aus dem Kühlschrank entnommenes Futter, ist ungesund;
*

Knochen von Tieren

Am besten geeignet sind rohe:
Rindermarkknochen
Kalbsknochen
Lammrippchen
Ochsenschwanzknochen

Vorweg, Knochen sind für den Hund kein Nahrungsmittel, sondern Beifutter. Auf freier Wildbahn werden die Knochen vom Hund lediglich nur angerührt, wenn ihm nichts anderes zur Verfügung steht!

Nicht zuträglich:
Zu vermeiden ist das Füttern von allen gekochten oder geschmorten Knochen, denn diese splittern dadurch leicht beim kauen.

Knochen ist nicht Knochen:
Schweineknochen, gefährlich! Krankheitserreger für den Hund, zudem Splittergefahr.

Röhrenknochen vom Geflügel, gefährlich! Splittergefahr! Ablösungen können sich zwischen den Zähnen verklemmen oder im Hals stecken bleiben (Erstickungsgefahr).

Rindermarkknochen (Sandknochen), Kalbsknochen (Kalbskleinfleisch), Ochsenschwanzknochen, Lammrippchen sind relativ ungefährlich. Jedoch nach 30 Min Kauvergnügen sollten sie ausgedient haben, da Knochen im Übermaß genossen Stuhlvers[img]http://img360.imageshack.us/img360/4528/[IMG]http://img360.imageshack.us/img360/4528/topkc5.gif[/img]kc5.gif[/IMG]fung hervor rufen können.

Knochen und Junghund:
Kalbsknochen enthalten alles, was ein junger Hund an Eiweiß, Kalzium und Phosphor etc benötigt.

Knochen und älterer Hund:
Bei erwachsenen Hunden führt reichliche Knochenfütterung zu anhaltender Verstopfung. Bei älteren Hunden soll man deshalb, weil auch nicht nötig, die Knochenfütterung einstellen.

Bedenke auch, es gibt zu dem viele andere Dinge welche das Kauvergnügen fördern und gleichzeitig als Spielmöglichkeit dienen, hierbei jedoch bedenkenlos sind.

*

Kohl und Kohlarten (blähend)
*

Meerrettich (Kren)
*

Milch (Laktoseunverträglichkeit), manche vertragen sie, aber nie mit Fleisch füttern
*

Obstkerne (enthalten Blausäure)
*

Rettiche
*

Rohe grüne Bohnen sind (wie auch für den Menschen) giftig!

Ackerbohne, Puffbohne, Saubohne, Pferdebohne, Dicke Bohne: Syptome: bleiches Aussehen, Fieber, verminderte Urinausscheidung, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Kolik, ev. Gelbsucht, Milz- und Leberschwellung. Stark giftige Kulturpflanze. Bohnen, Samen und Pollen für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und v.a. Pferde giftig.

*

Rosinen;
*

Scharf gewürzte Speisen;
*

Schweinefleisch weder roh noch gekocht verfüttern (Bazillenüberträger);
*

Schokolade mit hohem Kakaoanteil (enthält für den Hund giftiges Theobromin),
bereits 100g Schokolade kann eventuell einen 5kg Hund töten
*

Süßigkeiten fördern Karies;
*

Teebaumöl;
*

Weintrauben, die Kerne enthalten für den Hund Blausäure
*

Xylit, ein Süßstoff;
*

Zwiebelgewächse, sie enthalten für den Hund giftiges Aliin

Küchenzwiebel: Diese in jeder Küche anzutreffende Pflanze bewirkt in jedweder Form (roh, getrocknet, gekocht) bei Hund und Katze schwere Vergiftungen. Schon 5 - 10g pro Kg Körpergewicht führen beim Hund zur Hämolyse (=Zerstörung der roten Blutkörperchen). Zunächst reagieren die Tiere mit Durchfall und Erbrechen, später folgen Anämie (Blutarmut, blasse Schleimhäute), Anorexie (Verweigerung von Wasser und Futter) und Beschleunigung von Herzschlag und Atemfrequenz.Knoblauch: Giftige bis stark giftige Kulturpflanze - Symptome bei Überdosierung: bleiches Aussehen, Blutharne, Erbrechen, Durchfall, Gelbsucht. Knoblauch-Zwiebel ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger, Ziervögel und Pferde giftig.

Giftige Topfpflanzen daheim oder Pflanzen der Natur:

Adonisröschen

Adonisröschen (Adonis vernalis): Erste Anzeichen einer Vergiftung sind, wie bei den Pflanzen mit Herzgiften üblich, Erbrechen und Durchfall. Es folgen Herzrythmusstörungen, langsamer Pulsschlag und Atemnot. Hier kann schnell das Herz versagen, was unweigerlich zum Tode des Hundes führt.

*

Azalee



Azalee: Diese Pflanze enthält (genau wie der Rhododendron) ein Neurotoxin, welches in erster Linie zu Lähmungen der Muskulatur führt. Auch hier zeigt sich wieder unspezifisches Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Daneben beobachtet man das Reiben des Kopfes an Gegenständen und Augenausfluss. Später kommen ein verlangsamter Herzschlag, Blutdruckabfall, Atembeschwerden und Muskellähmungen hinzu, die letztlich zur Atemlähmung führen.

*

Becherprimel
*

Bogenhanf
*

Buchsbaum

Buchsbaum: Dank des bitteren Geschmacks werden frische Pflanzenteile selten aufgenommen, gefährlich ist aber auch die getrocknete Pflanze (z.B. In Floristikgestecken). Beim Hund beträgt die tödliche Dosis 5g Blätter pro kg Körpergewicht. Die Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Erregungszustände und Krämpfe, sowie Lähmungen. Der Tod tritt durch Lähmung der Atmung ein.

*

Dieffenbachia
*

Drachenbaum
*

Eibe

Eibe: Die gesamte Pflanze, einschließlich der Samen ist hochgiftig. Die einzige Ausnahme bilden die roten Beeren, deren Fleisch ungiftig, deren Samen aber wiederum toxisch ist. Als tödliche Dosis beim Hund gelten z.B. 30g der Nadeln. Die Tiere zeigen Erbrechen, Durchfall, Fieber und Kollaps. Die Pupillen reagieren nicht mehr auf hell-dunkel und man beobachtet Unterhautblutungen, Atemnot, Koma und Tod.

* Eisenhut

Eisenhut: Eisenhut ist stark giftig- wobei besonders der blaue Eisenhut besonders giftig ist. Das Gift des Eisenhuts fördert zunächst die Reflexe. Als Symptome treten Speicheln, Durchfall, Erbrechen, Krämpfe und Lähmungen auf. Im schlimmsten Fall tritt der Tod ein. Schon kleinste Mengen des Eisenhuts sind sehr gefährlich für Hunde. Liegt eine Vergiftung mit Eisenhut vor, so sollte man schnellstmöglich zum Tierarzt.

* Efeu

Efeu (Hedera helix): Beeren, Blätter und Stängel bei hoher Dosis tödlich. Magen-Darm-Entzündung. Bei hoher Dosis Nerven- und Herzdepression.

*

Fensterblatt
* Farne

Farne (z.B. Adlerfarn, Adlersaumfarn, Grosser Walzer, Johanniswurz, Jesus-Christwurz): Symptome: allergische Reaktionen, Muskelzuckungen, motorische Störungen, Krämpfe, Blut im Urin, blutiger Durchfall. Sehr stark giftige Wildpflanze. Ganze Pflanze, insbesondere Jungpflanze, ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und v.a. Pferde giftig.

*

Ficus benjamini
* Fingerhut

Fingerhut: Der Fingerhut enthält die sogenannten "Herzglykoside". Dabei handelt es sich um stark giftige Stoffe, die in kleinsten Mengen jedoch bei bestimmten Herzerkrankungen mit bestem Erfolg eingesetzt werden und somit auch heilende Wirkung haben. Es kommt zu lokalen Reizungen der Magen-, Darmschleimhaut, zu Erbrechen, Durchfall und Störungen des Herzrhythmus. Benommenheit und blasse Schleimhäute kommen hinzu. In schweren Fällen kommt es durch Herzstillstand zum Tod. Man sollte sofort zum Tierarzt gehen.

*

Goldregen

Goldregen: Giftige Teile sind v.a. die Samen, aber auch Wurzeln und Äste, die einen süßlichen Geschmack haben sollen. Die Vergiftungssymptome treten schon nach wenigen Minuten in Erscheinung, in Form von heftigem Erbrechen, Durchfall, Kollaps und epileptischen Anfällen.

* Gefleckter Schierling

Gefleckter Schierling (Conium maculatum): Ganze Pflanze sehr giftig, oft tödlich, für den Hund sind schon 50 mg Coniin/kg KG tödlich.
Schnelle und leichte Aufnahme durch die Schleimhäute und auch durch die unverletzte Haut. Auftreten der ersten Symptome nach 20-30 Minuten: Unruhe, Muskelschwäche, Inkoordination, Muskelzittern, Puls erst verlangsamt, dann beschleunigt, Krämpfe, fortschreitende Lähmung, Atem- und Herzdepression.

*

Gummibaum
* Herbstzeitlose

Herbstzeitlose (Colchicum autumnale): ganze Pflanze sehr giftig, oft tödlich. Magen-Darm-Entzündung, Muskel -und Atemlähmung.

* Hahnenfuss

Hahnenfuss (Ranunculus spp.): Stängel und Pflanzensaft sind giftig. Starke Reizung von Maul, Speiseröhre, Magen und Darm.

*

Hortensie

Hortensie: Hierbei sind auch die getrockneten Pflanzenteile giftig. Die i.d.R. weniger dramatische Vergiftung zeigt sich durch Magen-Darm-Störungen mit blutigem Durchfall, Zittern und allgemeiner Schwäche (Schwanken).

* Holunder

Holunder: Wer seinem Hund ein Stöckchen aus Holunderholz zuwirft, spielt russisches Roulette. Denn das Holz enthält ein giftiges Blausäureglykosid.

* Lebensbaum

Lebensbaum (Thuja): Giftig beim Lebensbaum sind die Blätter, welche entzündungsfördernde Stoffe enthalten. Als Symptome treten zunächst Magen-, Darmreizungen auf. In schweren Fällen kommen dann Leber- und Nierenschäden hinzu. Auch hier sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen.

* Lupinen

Lupinen: Besonders die Samen dieser Zier- und Futterpflanze enthalten ein Gift, das eine lähmende Wirkung auf Herz und Atmung aufweist, jedoch in sog. Süßlupinen nicht vorkommt. Am giftigsten ist die gelbe Bitterlupine. Der akute Krankheitsverlauf wird durch die Alkaloide ausgelöst, der chronische durch Mykotoxine (Phomopsine beeinträchtigen den Kupfer-, Zink- und Eisenhaushalt sowie die Metabolisierung von Selen und Vitamin E). Anagyrin ist teratogen (in den kultivierten Lupinen aber nicht enthalten). Trotzdem kommt eine Vergiftung vor, die wahrscheinlich auf Schimmelpilze zurückzuführen ist. Es entsteht eine Magen-Darmentzündung gefolgt von schweren Nieren- und Leberschäden. Mattigkeit, Benommenheit, Bewusstlosigkeit und Lähmungen folgen diesem.
Gegenmaßnahmen: Rasche Zufuhr von Abführmitteln und Leberschutztherapie (durch den Tierarzt). Diese Vergiftung ist ein typisches Beispiel für bestimmte Schimmelpilze, die eine Reihe von teilweise völlig harmlosen Pflanzen in "Giftpflanzen" verwandeln kann.

* Maiglöckchen

Maiglöckchen(Convallaria majalis): Für das Maiglöckchen gilt dasselbe wie für den Fingerhut. Wildtiere meiden diese Pflanze instinktiv. Domestizierten Tieren fehlt dieser Warnmechanismus oft, was zu Todesfällen führt. Maiglöckchen beinhalten gleich einen Toxincocktail von über 30 Glykosiden. Bei Auftreten von Symptomen sind die Glycoside wohl bereits vollständig resorbiert. Symptome mit lokalen Reizungen der Magen-, Darmschleimhaut, zu Erbrechen, Durchfall (bes. beim Hund) und Störungen des Herzrhythmus. Benommenheit und blasse Schleimhäute kommen hinzu. In schweren Fällen kommt es durch Herzstillstand zum Tod.

*

Misteln

Mistel: Einige Stunden nach Giftaufnahme zeigen die Tiere Erbrechen, Durchfall, Fieber und starken Durst, Krämpfe, Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen, Koma und Herzstillstand.

* Narzisse

Narzisse, Osterglocke, Amaryllis: Auch diese Frühlingsblume ist gefährlich. Eine Narzissenzwiebel von nur 15 Gramm kann einen Hund töten!! Lycorin, ein Alkaloid der Amaryllis, führt in geringen Dosen zu Erbrechen und Durchfall, in höheren zu Krämpfen, Lähmung und Kreislaufversagen.

*

Oleander

Oleander: Alle Pflanzenteile des Oleanders enthalten ein herzwirksames Toxin. Bei Hund und Katze kommt es zunächst zu Magen-Darm-Problemen (Speicheln, Erbrechen, Durchfall). Weiterhin zu Herzrhythmusstörungen, Vorhof- und Kammerflimmern und letztlich Herzstillstand. Daneben zeigen die Tiere allgemeine Symptome wie Untertemperatur, Krämpfe, Atembeschwerden und Husten.

* Riesen-Bärenklau

Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) bzw. Herkulesstaude und Wiesenbärenklau (Heracleum sphondylium): Für Mensch und Tier äußerst unangenehm. Der Pflanzensaft enthält sogenannte Furocumarine. Das sind phototoxische Substanzen. die UV-Licht absorbieren und mit der so gewonnenen Energie chemische Reaktionen auslösen, die das Erbgut und die Zellen schädigen. Gelangt Pflanzensaft auf die Haut oder die Schleimhaut und wird diese Stelle anschließend dem Sonnenlicht ausgesetzt, entsteht ein heftiger Sonnenbrand mit Blasenbildung und anschließendem Haarverlust ("Wiesendermatitis"). Es sind va. die wenig behaarten und unpigmentierten Körperpartien (Kopf und Bauch) gefährdet. Die Heilung ist langwierig und of bleiben Narben und Pigmentveränderungen zurück.

*

Philodendron
* Rosengewächse

Rosengewächse (Rosaceae): Die Giftigkeit der Früchte der Gattung Prunus (Kirsche, Pflaume, Aprikose etc.) = Obstkerne: Die giftige Substanz ist das Amygdalin, aus dem im Organismus Blausäure freigesetzt wird. Nach Aufnahme einer ausreichend großen Menge zeigen sich Speicheln, Erbrechen, rote Schleimhäute, Atemnot, Fieber Krämpfe und allgemeine Schwache. Der Tod erfolgt durch „inneres Ersticken", da der an die roten Blutkörperchen gebundene Sauerstoff nicht mehr an das Gewebe abgegeben werden kann (daher auch die Rosigfärbung der Haut und die rote Farbe des venösen Blutes). Da erst eine größere Menge zu ernsthaften Vergiftungen führt, sind meist nur Magen-Darm-Symptome zu beklagen.

Ebenfalls Blausäureabspaltende Substanzen enthalten u.a. Kirschlorbeer ( Prunus laurocerasus) Fächer-Zwergmispel ( Cotoneaster horizontalis) Feuerdorn ( Pyracantha coccinea).

*

Rhododendron

Rhododendron: Diese Pflanze enthält (genau wie die Azalee) ein Neurotoxin, welches in erster Linie zu Lähmungen der Muskulatur führt. Auch hier zeigt sich wieder unspezifisches Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Daneben beobachtet man das Reiben des Kopfes an Gegenständen und Augenausfluss. Später kommen ein verlangsamter Herzschlag, Blutdruckabfall, Atembeschwerden und Muskellähmungen hinzu, die letztlich zur Atemlähmung führen.

*

Weihnachtsstern
* Seidelbast

Seidelbast: Alle Pflanzenteile des Seidelbasts enthalten stark entzündungsauslösende Stoffe. Beim Anknabbern oder Kauen kommt es zu starken Reizungen, Entzündungen und Geschwürbildungen an Schleimhäuten und Haut. Danach folgen dann Rachen-, Magen-, Darmentzündungen. In schwersten Fällen kann es zu Nierenentzündungen und schließlich zum Tod durch Kreislaufkollaps kommen. Meist jedoch bleibt es bei lokalen Schäden, da die Pflanze sehr scharf schmeckt. Sofort sollte man mit seinem Hund zum Tierarzt, wenn Verdacht auf eine Vergiftung vorliegt.

* Stechpalme

Stechpalme (Ilex aquifolium): Sie enthält gleich mehere Wirkstoffe: Purin-Alka-loide, Rutin, Ursolsäure, Baurenol, Uvaol, Triterpene, Tannin. Die Beeren sind nur bei hoher Dosis (etwa 20 Beeren) tödlich. Symptome: Übelkeit, Erbrechen, starker Durchfall und Schläfrigkeit.

* Trompetenbaum

Trompetenbaum (Datura suaveolens) oder Engelstrompete: Die ganze Pflanze ist stark giftig, besonders die Blätter udn die Rinde in der Blütezeit. Die Einnahme des Suds der Pflanze kann zu einer tödlichen Vergiftung führen. Symptome: Erbrechen, Durchfall, trockene Schleimhaut, Schluckbeschwerden, Sehstörungen, Herzrhytmusstörungen.

* Waldholunder

Waldholunder (Sambucus nigra): schwarze, beerenartige Steinfrucht, Beeren rufen Erbrechen und starken Durchfall hervor.

* Yuccapalme

Yuccapalme, Drachenbaum und Bogenhanf: Die Pflanzensäfte beinhalten Gifte, die zu Schleimhautreizungen und Hämolyse (Zerstörung der roten Blutkörperchen) führen können. Die Tiere reagieren mit Zahnfleischentzündung, Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Nachfolgend sind Untertemperatur, Bewegungsstörungen und Blutungen zu beobachten. Ein komatöser Zustand ist möglich.Chemische Mittel (z.B. gegen Parasiten, Unkrautvernichtungsmittel, Tabletten, u.s.w.):

Weiterhin giftig sind viele Stoffe, die man im Haushalt oder in der näheren Umgebung zum Teil benutzt, oder manchmal "noch" vorfindet. So z.B.:

Unkrautbekämpfungsmittel (mit z.B. Chloratsalzen):Unkrautvertilger werden in der Landwirtschaft und im Garten verwendet. Vergiftung von Haus- und Nutztieren durch unkontrollierte Aufnahme bei fehlerhafter Lagerung. Besonders Hunde nehmen bei freiem Zugang sehr viel davon auf. Putzmittel jeglicher Art, Alkohol, Brennspiritus, Trockenspirituswürfel: Der Hund verwechselt herumliegende Trockenspirituswürfel mit Würfelzucker frisst diese. Das Nervengift kann je nach aufgenommener Menge innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen. Symptome: Starker Speichelfluss nach ½ bis 1 Stunde, Erbrechen, Durchfall; nach weiteren 1 bis 3 Stunden Taumeln, Schreckhaftigkeit, steifes Grätschen der Beine (auch im Liegen), Krampfanfälle mit Kopfstrecken, hohes Fieber (41 bis 42°C) Behandlung: Brechmittel, Magenspülung; Verabreichen von Beruhigungs- und Narkosemitteln, die zu einer Art Heilschlaf über 1 bis 2 Tage führen. Infusionen zur Anregung der Nierenausscheidung; Kalzium gegen die Krämpfe.

Frostschutzmittel fürs Auto: Schleckt der Hund süßschmeckendes Frostschutzmittel auf, kann es zu schwerem Nierenschaden und – je nach Giftmenge – zu tödlichem Nierenversagen kommen. Symptome: Starkes Speicheln, spontanes Erbrechen schon Minuten nach dem Aufschlecken, Durchfall, Mattigkeit, Taumeln, Krämpfe, Hinfälligkeit Behandlung: Magenspülung, Infusionen, um die Nierenfunktion zu erhalten; als Gegenmittel wird Alkohol zur Infusion gegeben.
Mäuse- oder Rattengift: Rattengift führt zu Blutgerinnungsstörungen Symptome: Anfänglich geringes Erbrechen, das oft übersehen wird; nach 2 bis 6 Tagen durch innere Blutungen verursachte Mattigkeit, blasse Schleimhäute, stark blutiger Urin, gelegentlich auch blutiger Durchfall Behandlung: Spritzen mit Vitamin K1 als Gegenmittel; eventuell auch Bluttransfusion.

Insektizide jeglicher Art: Bei sachgemäßer Anwendung besteht keine Gefahr, bei unsachgemäßer Anwendung von Mitteln gegen Flöhe, Läuse, Zecken (Shampoo, Puder, Spray, Halsband, Tabletten oder Tinktur) kann sich der Hund durch Abschlecken des Fells nach zu üppigem Einpudern oder Besprühen, Trinken von Badelösung, Fressen des Halsbandes oder von Tabletten vergiften
Symptome: Insektizide sind Nervengifte und rufen ähnliche Symptome wie die Vergiftung mit Schneckenkorn hervor
Behandlung: Wie bei Vergiftung mit Schneckenkorn
Wichtig: Nach dem Einpudern das Fell mit feuchtem Frotteetuch abwischen, beim Schampoonieren genügend nachspülen, Halsbänder nicht herumliegen lassen.

Mineralöle jeglicher Art, Medikamente, hier vor allem Schlafmittel, die häufig frei herumliegen: Frisst der Hund Schlaftabletten, kommt es zu narkoseähnlichem Zustand, unter Umständen auch zum Tod
Symptome: Kein Erbrechen, kein Durchfall, tiefer Schlaf, Bewusstlosigkeit, flache Atmung, bläuliche Schleimhäute, schneller schwacher Puls
Behandlung: Brechmittel und Magenspülung, künstliche Beatmung mit Sauerstoff, kreislaufstützende Infusionen, um die Ausscheidung der Gifte über die Niere anzuregen. Der Hund muss im Schlaf warmgehalten und wegen der Gefahr des Blutstaus alle halbe Stunde anders gelagert werden.

Pestizide (z.B.Schneckengift):

Der Hund frisst das im Garten ausgelegte Schneckengift. Das Nervengift kann je nach aufgenommener Menge innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen Symptome: Starker Speichelfluss nach ½ bis 1 Stunde, Erbrechen, Durchfall; nach weiteren 1 bis 3 Stunden Taumeln, Schreckhaftigkeit, steifes Grätschen der Beine (auch im Liegen), Krampfanfälle mit Kopfstrecken, hohes Fieber (41 bis 42°C) Behandlung: Brechmittel, Magenspülung; Verabreichen von Beruhigungs- und Narkosemitteln, die zu einer Art Heilschlaf über 1 bis 2 Tage führen. Infusionen zur Anregung der Nierenausscheidung; Kalzium gegen die Krämpfe.

Anhand der Symptome kann man bestimmte Vergiftungen frühzeitig erkennen. Generell sollte man mit seinem Hund jedoch beim geringsten Verdacht auf eine Vergiftung sofort zum Tierarzt gehen, da sonst wertvolle Zeit für lebensrettende Maßnahmen verstreicht!! Bei einem Hund kann man durch gewisse vorbeugende Maßnahmen außerhalb des Hauses ebenfalls das Risiko senken, dass er sich vergiftet. Generell sollte man beim Spaziergang darauf achten, dass der Hund nichts vom Wegrand aufnimmt. Diese Gefahr ist vor allem bei Welpen sehr hoch.
Erste Hilfe bei Vergiftungen:
Nur innerhalb 30 Minuten bis maximal 60 Minuten (bis max. 2 Stunden) kann die Giftaufnahme im Körper mit Hilfe von Brechmitteln, Magenspülungen, Abführmitteln oder evtl. auch durch Kohle-Tabletten verringert werden. Man sollte seinen Hund aber so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen!! Ist der Weg zum nächsten Tierarzt zu weit, dann sollte man versuchen - am besten nach telefonischer Absprache mit dem Tierarzt - durch das zwangsweise Eingeben von konzentrierter Kochsalzlösung (1 Esslöffel Salz auf 100 ml Wasser) das Erbrechen des Hundes selbst auszulösen, oder aber durch gewaltsames Einflößen von Öl (Speiseöl, Rizinusöl, Paraffinöl - kein Motorenöl) den Hund zum Erbrechen bringen. Aber Vorsicht, Öl ist nicht bei allen Vergiftungen angebracht, zum Teil fördert es sogar bei manchen Giftstoffen noch die Aufnahme dieser. Wenn sie sich nicht sicher sind, welche Stoffe genau ihr Hund aufgenommen hat, dann besser kein Öl eingeben und auf die Salzlösung zurückgreifen!! Ein Erbrechen hat natürlich auch nur bis zu ca. 2 Stunden nach der Giftaufnahme Sinn, denn noch im Magen liegende Giftreste sollen dadurch ausgeschieden werden. Zu einem späteren Zeitpunkt zeigt das künstliches Erbrechen wenig oder gar kein Erfolg. Bei Säuren oder Laugen bitte KEIN Erbrechen auslösen, da sonst die Gefahr einer erneuten Verätzung der Speiseröhre besteht. In diesem Fall für reichlich Trinkwasserzufuhr sorgen (Verdünnungseffekt)!!

Achtung, die Anwendung von Öl ist verboten bei:
Phosphorvergiftung: Heute sehr selten; auf dem Lande noch manchmal zur Krähenvergiftung verwendet (sog. Phosphoreier). A/kylphosphaten (Phosphorsäureester), z. B. E 605. Mefa/dehyd: Schneckenbekämpfungsmittel (z.B. ,,Schneckentod"), auch sog. Trockenspiritus für Campingkocher. Man sollte statt dessen dem Hund Kohletabletten geben. Kohle nimmt die meisten Gifte in sich auf und schadet dem Hund nicht. Auch sollte man seinem Hund reichlich zu trinken geben. Wasser hat einen verdünnenden Effekt und wirkt, wenn der Hund daraufhin erbricht, fast wie eine Magenspülung. Außerdem beugt es einer inneren Austrocknung vor. Alle Angaben ohne Gewähr

Hinweis:
Viele dieser Stoffe sind übrigens auch für andere Haustiere oder Menschen gesundheitsschädlich oder sehr stark giftig!!

_________________
Bild Liebe Grüße Bild

Bild

Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische
Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft zu einem Menschen. Konrad Lorenz


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 4. Jul 2009 23:01 
Offline
Chefin der Schneeflocken
Chefin der Schneeflocken
Benutzeravatar

Registriert: 07.2009
Beiträge: 11053
Wohnort: 37290 Meißner
Danke gegeben: 5
Danke bekommen: 4x in 4 Posts
Geschlecht: weiblich
Giftige Zimmerpflanzen

*
Aloë, Bitterschopf -
Giftige Zimmerpflanze. Milchsaft ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel giftig. Symptome: Blutiger Durchfall, übermässige Harnausscheidung.
Aloe

*
Alpenveilchen -
Giftige Zimmerpflanze. Ganze Pflanze (v.a. Knollen) für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel giftig. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Kolik, Atemlähmung, Kreislaufstörungen, bleiches Aussehen, speziell in den Hautfalten, Mundwinkeln und den Augenliedern, Gelbsucht.
Alpenveilchen

*
Begonie, Schieffblatt -
Ungiftige bis giftige Zimmer- und Gartenpflanze. Ganze Pflanze ist giftig, höchster Giftgehalt in den Wurzeln. Hunde, Katzen, Kleinsäuger, Pferde und Ziervögel sind betroffen. Symptome: Erbrechen, Durchfall (nach Aufnahme blutiger Durchfall).
Begonie

*
Belladonna-Lilie -
Stark giftige Zimmerpflanze. Ganze Pflanze (v.a. die Zwiebel) ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel giftig. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Kolik, gestörte Bewegungsabläufe, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck, langsamer Herzschlag, Zittern.
Belladonna-Lilie

*
Christusdorn, Dornenkrone -
Giftige Zimmerpflanze. Milchsaft ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel giftig. Symptome: Magen- und Darmentzündung, Kolik, Entzündung der Hornhaut und der Bindehaut, Veränderungen der Maulschleimhaut.
Christusdorn

*
Dieffenbachie, Schweigrohr, Schweigstock, Giftaron -
Sehr stark giftige Zimmerpflanze. Ganze Pflanze und auch Giesswasser ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel giftig. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Kolik, erschwertes Atmen, Inkoordinaton, Apathie, Körperschwäche, Herzrhythmusstörungen, Veränderungen der Augen.
Dieffenbachie

*
Efeu, Eppig, Grabefeu, Wintergrün -
Giftige Wild-, Garten- und Zimmerpflanze. Blätter, Beeren, Fruchtfleisch, Stengel und Pflanzensaft sind für Hunde, Katzen, Kleinsäuger, Pferde und Ziervögel giftig. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Krämpfe, Lähmungen, Erregung.
Efeu

*
Efeutute, Buntes Herzblatt -
Giftige Zimmerpflanze. Triebe und Blätter sind für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel giftig. Symptome: Speicheln, Durchfall, Erbrechen, Magen-Darm-Blutungen, erschwertes Atmen, Schluckbeschwerden, Blutungen des Zahnfleisches.
Efeutute

_________________
Bild Liebe Grüße Bild

Bild

Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische
Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft zu einem Menschen. Konrad Lorenz


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 4. Jul 2009 23:03 
Offline
Chefin der Schneeflocken
Chefin der Schneeflocken
Benutzeravatar

Registriert: 07.2009
Beiträge: 11053
Wohnort: 37290 Meißner
Danke gegeben: 5
Danke bekommen: 4x in 4 Posts
Geschlecht: weiblich
Giftige Gartenpflanzen

*
Begonie, Schieffblatt -
Ungiftige bis giftige Zimmer- und Gartenpflanze. Ganze Pflanze ist giftig, höchster Giftgehalt in den Wurzeln. Hunde, Katzen, Kleinsäuger, Pferde und Ziervögel sind betroffen. Symptome: Erbrechen, Durchfall (nach Aufnahme blutiger Durchfall).
Begonie

*
Berglorbeer -
Schwach giftige bis giftige Gartenzierpflanze. Blätter sind für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Kolik, Appetitlosigkeit, Inkoordination, Schwäche, Muskelzuckungen.
Berglorbeer

*
Blauer Eisenhut, Fuchswurz, Giftkraut, Mönchskappe, Sturmhut, Tübeli -
Sehr stark giftige Wild- und Gartenpflanze. Vorkommen auf feuchten Plätzen und in Gärten. Ganze Pflanze ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Kolik, übermässige Harnausscheidung, Herzrhythmusstörungen, Unterkühlung.
Blauer Eisenhut

*
Efeu, Eppig, Grabefeu, Wintergrün -
Giftige Wild-, Garten- und Zimmerpflanze. Blätter, Beeren, Fruchtfleisch, Stengel und Pflanzensaft sind für Hunde, Katzen, Kleinsäuger, Pferde und Ziervögel giftig. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Krämpfe, Lähmungen, Erregung.
Efeu

*
Engelstrompete, Trompetenbaum, Daturabäumchen -
Sehr stark giftige Gartenpflanze. Ganze Pflanze ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Erweiterung der Augenpupille, Herzrhythmusstörungen, trockene Schleimhaut, Erregung, Depression, Schluckbeschwerden.
Engelstrompete

*
Falsche Akazie, Robinie, Weisse Robinie, Unechter Akazienbaum, Scheinakazie -
Stark giftige Garten- und Wildpflanze, Zier- und Forstbaum. Giftig für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und v.a. Pferde sind Rinde und Äste. Symptome: Kolik, Darmprobleme, Müdigkeit, erschwerte Atmung, Gleichgewichtsstörungen, Erweiterung der Augenpupille, Entzündung der Nieren.
Falsche Akazie

*
Garten-Hyazinthe -
Schwach giftige Gartenzierpflanze. Ganze Pflanze ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Erbrechen, Kolik, Durchfall.
Garten-Hyazinthe

*
Gartentulpe -
Giftige Gartenzierpflanze. Ganze Pflanze ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Speicheln, Erbrechen, Kolik.

_________________
Bild Liebe Grüße Bild

Bild

Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische
Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft zu einem Menschen. Konrad Lorenz


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 4. Jul 2009 23:04 
Offline
Chefin der Schneeflocken
Chefin der Schneeflocken
Benutzeravatar

Registriert: 07.2009
Beiträge: 11053
Wohnort: 37290 Meißner
Danke gegeben: 5
Danke bekommen: 4x in 4 Posts
Geschlecht: weiblich
Giftige Kulturpflanzen

*
Ackerbohne, Puffbohne, Saubohne, Pferdebohne, Dicke Bohne -
Stark giftige Kulturpflanze. Bohnen, Samen und Pollen für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und v.a. Pferde giftig. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Kolik, verminderte Urinausscheidung, Fieber, bleiches Aussehen, ev. Gelbsucht, Milz- und Leberschwellung.
Ackerbohne

*
Buchweizen, Echter Buchweizen, Heidekorn, Heidel, Heidegrütze, Flende, Hede -
Stark giftige Kultur- und Wildpflanze. Grösster Giftgehalt in jungen Blüten und Samenschalen. Hunde, Katzen, Kleinsäuger und v.a. Pferde sind betroffen. Auftreten der Symptome bei Sonnenexposition: Rötung und Ödeme auf ungeschützten Hautpartien. Leber- und Nerven-Symptomatik.
Buchweizen

*
Gartenbohne -
Stark giftige Kulturpflanze. Rohe Bohnen sind für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Fressunlust bis Futterverweigerung, Durchfall, Magen- und Darmentzündung, Krämpfe.
Gartenbohne

*
Hanf, Marihuana, Haschisch -
Giftige Kulturpflanze. Zur Faser- und Ölgewinnung angebaut. Blätter und Blüten sind für Hunde, Katzen, Kleinsäuger, Pferde und Ziervögel giftig. Symptome: Erbrechen, Speicheln, Koordinationsstörungen, Erweiterung der Augenpupille, rhythmische Augenbewegungen, Unterkühlung.
Hanf

*
Kartoffel, Erdapfel, Grumbeere -
Stark giftige Kulturpflanze. Beeren, Keimlinge, grüne Kartoffeln und oberirdische Teile sind für Hunde, Katzen, Kleinsäuger, Ziervögel und Pferde giftig. Symptome: Magen- und Darmentzündung, schwacher Puls.
Kartoffel

*
Knoblauch -
Giftige bis stark giftige Kulturpflanze. Knoblauch-Zwiebel ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger, Ziervögel und Pferde giftig. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Blutharnen, bleiches Aussehen, Gelbsucht.
Knoblauch

*
Küchenzwiebel, Bollen -
Giftige Kulturpflanze. Zwiebel ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger, Ziervögel und Pferde giftig. Symptome: Durchfall, Koordinationsprobleme, bleiches Aussehen, Blut im Harn.
Küchenzwiebel

*
Lein, Saat-Lein, Flachs -
Sehr stark giftige Kulturpflanze. Samen und Keimpflanzen sind für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Erbrechen, Taumeln, Krämpfe, Zittern, Zuckungen, schnelle Atmung, langsame Herzfrequenz.

_________________
Bild Liebe Grüße Bild

Bild

Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische
Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft zu einem Menschen. Konrad Lorenz


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 4. Jul 2009 23:05 
Offline
Chefin der Schneeflocken
Chefin der Schneeflocken
Benutzeravatar

Registriert: 07.2009
Beiträge: 11053
Wohnort: 37290 Meißner
Danke gegeben: 5
Danke bekommen: 4x in 4 Posts
Geschlecht: weiblich
Giftige Wildpflanzen

*
Ackerschachtelhalm, Zinnkraut -
Giftige Wildpflanze. Vorkommen bei Äckern und Wegrändern. Ganze Pflanze ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und v.a. Pferde giftig. Symptome: Muskelzittern, Bewegungsstörungen, Taumeln, Lähmungen, Zusammenbrechen, Übererregbarkeit, Erweiterung der Augenpupille.
Ackerschachtelhalm

*
Adlerfarn, Adlersaumfarn, Grosser Waldanz, Johanniswurz, Jesus-Christwurz -
Sehr stark giftige Wildpflanze. Vorkommen in Laubwäldern. Ganze Pflanze, insbesondere Jungpflanze, ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und v.a. Pferde giftig. Symptome: Blutiger Durchfall, Blut im Urin, Muskelzuckungen, motorische Störungen, Krämpfe, allergische Reaktionen.
Adlerfarn

*
Adonisröschen,Teufelsauge, Falsche fenchelblättrige Nieswurz -
Stark giftige Wildpflanze. Krautige Staude mit schwarz-braunem Wurzelstock und gelben Blüten. Blütezeit Mai bis Juni. Vorkommen an sonnigen Hügeln und Wiesenhängen. Ganze Pflanze ist für Hunde, Kleinsäuger, Pferde und v.a. Katzen giftig. Symptome: Erbrechen, Kolik, ev. Herzarrythmien.
Adonisröschen

*
Berberitze, Sauerdorn, Saurach, Essigdorn, Beisselbeeren, Weinzäpfchen -
Schwach giftige Wildpflanze. Vorkommen an Waldrändern und in Waldlichtungen. Ganze Pflanze (v.a. Wurzel) ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Nierenschädigung.
Berberitze

*
Bittersüsser Nachtschatten, Bittersüss -
Stark giftige Wildpflanze. Vorkommen an feuchten Plätzen. Ganze Pflanze ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Kolik, Inkoordination, Herzstillstand, Depression, Mundschleimhautentzündung.
Bittersüsser Nachtschatten

*
Blauer Eisenhut, Fuchswurz, Giftkraut, Mönchskappe, Sturmhut, Tübeli -
Sehr stark giftige Wild- und Gartenpflanze. Vorkommen auf feuchten Plätzen und in Gärten. Ganze Pflanze ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Kolik, übermässige Harnausscheidung, Herzrhythmusstörungen, Unterkühlung.
Blauer Eisenhut

*
Buchweizen, Echter Buchweizen, Heidekorn, Heidel, Heidegrütze, Flende, Hede -
Stark giftige Kultur- und Wildpflanze. Grösster Giftgehalt in jungen Blüten und Samenschalen. Hunde, Katzen, Kleinsäuger und v.a. Pferde sind betroffen. Auftreten der Symptome bei Sonnenexposition: Rötung und Ödeme auf ungeschützten Hautpartien. Leber- und Nerven-Symptomatik.
Buchweizen

*
Buschwindröschen, Anemone, Augenwurz, Luck, Lickt, Waldröschen, Waldanemone -
Giftige Wildpflanze. Vorkommen in Laubwäldern, Gebüschen und Wiesen. Höchster Giftgehalt zur Blütezeit. Pferde, Hunde, Katzen und Kleinsäuger sind betroffen. Symptome: Speicheln, Erbrechen, Durchfall, blutiger Urin, bei hohen Dosen Tod durch Atemlähmung oder Kreislaufkollaps.

_________________
Bild Liebe Grüße Bild

Bild

Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische
Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft zu einem Menschen. Konrad Lorenz


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 4. Jul 2009 23:06 
Offline
Chefin der Schneeflocken
Chefin der Schneeflocken
Benutzeravatar

Registriert: 07.2009
Beiträge: 11053
Wohnort: 37290 Meißner
Danke gegeben: 5
Danke bekommen: 4x in 4 Posts
Geschlecht: weiblich
Giftige Pilze



* Frühjahrslorchel, Speiselorchel, Giftlorchel, Stockmorchel -
Sehr stark giftiger Pilz. Vorkommen im Frühjahr in Kiefernwäldern auf sandigen Böden. Ganzer Pilz ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Übelkeit, Kolik, Erbrechen, Durchfall, Ausbleiben der Urinausscheidung, Kreislauf- und Nierenversagen, Organblutungen.

Frühjahrslorchel





*
Grüner Knollenblätterpilz, Grüner Giftwulstling, Grüner Mörder -
Sehr stark giftiger Pilz. Vorkommen Juli bis Oktober in Laubwäldern. Ganzer Pilz ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, nach 12-24 Stunden schwere Leber- und Nierenschädigung.

Güner Knollenblätterpilz




* Kegelhütiger Knollenblätterpilz, Spitzhütiger Knollenblätterpilz -
Sehr stark giftiger Pilz. Vorkommen Juli bis Oktober bei Nadelbäumen. Ganzer Pilz ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, schwere Leber- und Nierenschädigung.

Kegelhütiger Knollenblätterpilz




* Mutterkornpilz -
Sehr stark giftiger Pilz. Vorkommen vorwiegend auf Roggen- und Triticale-Ähren, aber auch auf anderen Getreide- und Grasblüten. Ganzer Pilz ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und vor allem Pferde giftig. Symptome: Erbrechen, Durchfall, blauschwarze Glieder, epilepsieartige Krämpfe.

Mutterkornpilz




* Nadelholz-Häubling, Gift-Häubling -
Sehr stark giftiger Pilz. Vorkommen im September-November auf morschem Holz. Ganzer Pilz ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, nach 12-24 Stunden schwere Leber- und Nierenschädigung.

Nadelholz-Häubling




* Orangefuchsiger Hautkopf, Orangefuchsiger Schleierling -
Sehr stark giftiger Pilz. Vorkommen im September-November auf morschem Holz. Ganzer Pilz ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, nach 12-24 Stunden schwere Leber- und Nierenschädigung.

Orangefuchsiger Hautkopf

Roter Fliegenpilz, Fliegenpilz -
Stark giftiger Pilz. Vorkommen im Laub- und Nadelwald. Ganzer Pilz ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Pferde giftig. Symptome: Herzjagen/Herzverlangsamung, Verkleinerung/Erweiterung der Pupille, Darmverschluss, Erregung, Sinnestäuschungen, motorische Störungen.

Quelle: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

_________________
Bild Liebe Grüße Bild

Bild

Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische
Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft zu einem Menschen. Konrad Lorenz


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 4. Jul 2009 23:07 
Offline
Chefin der Schneeflocken
Chefin der Schneeflocken
Benutzeravatar

Registriert: 07.2009
Beiträge: 11053
Wohnort: 37290 Meißner
Danke gegeben: 5
Danke bekommen: 4x in 4 Posts
Geschlecht: weiblich
Vergiftung beim Hund


Eine der größten Ängste von uns Hundehaltern ist, dass sich unser Hund vergiften könnte.

Dies kann durch „nette“ Mitmenschen geschehen, die Giftköder entweder gezielt für Hunde, oder aber für andere Tiere gedachte Köder ungeschickt platziert, auslegen. Häufig sind Vergiftungen aber auch selbstverschuldet. Die Aufnahme von verdorbenen Lebensmitteln beim beliebten Mülleimerdinner kann genauso zu Vergiftungserscheinungen führen, wie die Aufnahme von giftigen Zimmerpflanzen, Medikamenten oder Schokolade.

Schmerzmittel wie Paracetamol können beim Hund toxisch wirken und zu Leber- und Nierenschäden führen. Außerdem hat es eine zu kurze analgetische Wirkung und eine Halbwertszeit von nur 2 Stunden.

Aspirin hat zwar eine gute Wirksamkeit führt aber besonders beim Junghund schnell zu starken Nebenwirkungen im Magen-Darm Trakt und zu Thrombozytenaggregations-hemmung und somit zu Gerinnungsstörungen.

Diclofenac kann Magenblutungen bis hin zum Schock auslösen.

Alkohol kann der Hund nur unvollständig und langsam verstoffwechseln. In Humanen Tropfen ist Ethanol aber häufig enthalten, deshalb ist Vorsicht geboten.

Schokolade enthält Theobromin, dies kann der Hund ebenfalls nicht verstoffwechseln. Die tödliche Dosis beträgt 100 mg pro Kg = 1 Tafel Vollmilchschokolade / Pekinese oder 1 Tafel Edelbitter / mittelgroßer Hund. Leider gibt es kein Gegenmittel.

Hornspäne werden gerne im Garten verwendet. Hunde lieben es darauf herumzukauen, oft sind sie aber mit Rizin versetzt welches hochgiftig ist, genauso wie Schneckenkorn.

Symptome einer Vergiftung:

Anzeichen für eine Vergiftung sind vielfältig. Auch die Stärke der Symptome variiert je nach Art des aufgenommenem Giftes und der Giftmenge. Bei manchen Giftstoffen treten die Symptome auch zeitversetzt auf, so das man als Besitzer später nicht sagen kann, welches Gift der Hund wann und in welcher Menge aufgenommen haben könnte. Erlegte Zimmerpflanzen, Schnittblumen oder Reste von leckeren Knochen oder Ködern werden zudem vom Hund auch gerne versteckt und deren Reste sind dann für den suchenden Besitzer nicht mehr zugänglich, was das Erkennen einer Vergiftung noch erschwert.

Anzeichen für eine Vergiftung können plötzlich auftretender Durchfall und/oder Erbrechen, eventuell auch mit Blutbeimischung, sein. Häufig werden dabei, aufgenommene Pflanzenteile wieder erbrochen. Schaum vor dem Maul, starkes Speicheln, Kreislaufstörungen, Lähmungserscheinungen, Muskelkrämpfe, Bewußtlosigkeit oder Bewußtseinsstörungen, ein harter geblähter Bauch, Schmerzen oder auch einfach Zittern können weitere Anzeichen sein.

Bei Vergiftungen mit Rattengift und bestimmten Medikamenten kommt es zu punktartigen Einblutungen in die Schleimhäute. Diese sehen dann wie gesprenkelt aus. Auch sehr blasse oder blaue Schleimhäute können ein Hinweis auf eine Vergiftung sein. Die Symptome können einzeln oder auch gepaart auftreten.

Vorsicht, viele Hunde verkriechen sich bei ersten Anzeichen von Unwohlsein. So entziehen sie sich den wohlwollenden Augen ihrer Besitzer und erste Anzeichen für eine Vergiftung können übersehen oder einfach unterschätzt werden.

Erste Hilfe Maßnahmen:
Wenn Sie bei Ihrem Hund Anzeichen für eine Vergiftung bemerken, heißt es erst einmal Ruhe bewahren. Sichern Sie Reste der Giftpflanze, des Köders, oder eventuell Erbrochenes. Der Tierarzt kann dann eventuell ein Gegengift verabreichen. Ist der Hund bewusstlos, sorgen Sie dafür, dass die Atemwege frei sind. Erbrochenes und Schleim muss sorgfältig aus dem Maul entfernt werden. Krampfende Tiere müssen so gelagert werden, dass sie sich nicht verletzen können. Am besten legt man sie in einen weich gepolsterten Wäschekorb oder in eine Decke. Tiere mit Lähmungserscheinungen geraten schnell in Panik, sie müssen daran gehindert werden ihr Heil in der Flucht zu suchen. Dabei könnten sie sich schwere Verletzungen zuziehen. Außerdem steigt unter Stress der Blutdruck an und das Gift wird noch schneller im Körper verteilt. Da eine Vergiftung Stoffwechselvorgänge und den Kreislauf beeinträchtigt sinkt die Körpertemperatur häufig ab, halten Sie das Tier also warm.

Versuchen Sie nicht den Hund zum erbrechen zu bringen. Die dafür nötige gesättigte Kochsalzlösung kann bei einem kreislaufgeschwächten oder jungen Tier mehr Schaden als Nutzen. Außerdem verlieren Sie wertvolle Zeit mit Selbstversuchen. Sind durch das Gift oder scharfe Pflanzenteile Verletzungen der Schleimhäute entstanden, gelangt das Salz in zu hoher Konzentration und zu schnell in die Blutbahn. Dadurch kann eine zusätzliche Vergiftung ausgelöst werden.

Bei leichten Symptomen kann versucht werden, eine Lösung aus 15 Kohletabletten und Wasser einzugeben. Kohle bindet Giftstoffe, so dass sie mit dem Kot ausgeschieden werden können ohne vom Körper resorbiert zu werden. Aber Achtung, dies sollte man nur mit kooperativen Hunden machen. Wehrt er sich zu stark oder ist der Schluckreflex beeinträchtigt, kann das Gemisch leicht in die Lunge geraten, wo es dann eine Lungenentzündung auslösen kann.

Auf keinen Fall sollten Sie Oel oder Milch eingeben. Das Gift könnte fettlöslich sein und würde dann mit diesem noch schneller aus dem Magen in den Körper resorbiert. Dadurch würden sich die Vergiftungssymptome noch verschlimmern.
Bei Verdacht:

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund Gift aufgenommen hat, sollten Sie immer schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann das Tier durch die Injektion von Brechmitteln schnell zum erbrechen bringen, so kann das Gift schnell entfernt werden ohne das weiterer Schaden entsteht. Auch können in der Praxis kreislaufstabilisierende Maßnahmen, wie Infusionen, verabreicht werden. Ist das Gift bekannt und gibt es ein Gegengift, kann es schnell verabreicht werden und die weitere Verbreitung des Giftes im Körper verhindert werden. So können Organschäden eventuell vermieden werden. Krampfende Hunde können in der Praxis leicht sediert werden, die Krämpfe so abgemildert oder abgestellt werden. Bei Schmerzzuständen können zudem Schmerzmittel gegeben werden und bei Atemproblemen kann dem Hund Sauerstoff zugeführt werden.

Giftpflanzen:
Leider sind viele der von uns sehr geliebten Pflanzen für unsere Hunde ungenießbar oder giftig. Im Folgenden eine kleine Auflistung giftiger Pflanzen und deren Wirkung. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wolfsmilchgewächse, Weihnachtsstern, Christusdorn:
starkes Erbrechen, Durchfall, Bewusstseinsstörungen, bei großen Mengen Tod

Mistel:
Bewegungsstörungen, erhöhte Harnmengen, sinkende Körpertemperatur, Kreislaufversagen

Weihnachtsbaum:
Reizung der Schleimhäute im Maul und Verdauungskanal durch aromatische Öle in Nadeln

Eibe, Buchsbaum:
Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Bewusstseinsstörungen, die bis zum Tod führen können

Dieffenbachie, Kalla:
Reizung der Schleimhäute, bei Augenberührung starkes tränen und Bindehautentzündung, sonst Entzündungen der Maulschleimhaut

Topfazalee:
Ausfluss aus Augen und Nase, Erbrechen, Durchfall, sinkender Blutdruck, Krämpfe und Lähmungen die bis zum Herzversagen führen können

Primel:
Inhaltsstoff Primin, starke Reizung und Entzündung der Schleimhäute, Erbrechen, Durchfall

Nachtschattengewächse:
Inhaltsstoff Steroidealkaloide, Erbrechen, Koliken, erweiterte Pupillen, Kreislaufstörungen, in schweren Fällen Tod durch Atemlähmung

Osterglocken:
Krämpfe, Reizung des Verdauungskanals

Oleander:
Inhaltsstoff herzwirksame Glykoside, Unruhe, Spasmen, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Tod

Alpenrose:
Speicheln, Schwäche, Bauchschmerzen

Maiglöckchen:
Herzrhythmusstörungen.

Wie immer beim Umgang mit Tieren lautet der Grundsatz Vorbeugen ist der beste Schutz. Für Hundehalter gilt also immer, wenn nicht bekannt ist ob eine Pflanze ungiftig ist gehört sie nicht in den Haushalt. Schnittblumen sind immer so aufzustellen, dass der Hund nicht an sie oder das Wasser in der Vase herankommt, das Gleiche gilt für den Weihnachtsbaum. Bei Verwendung von Substanzen im Garten sollten Sie immer vorher abklären, ob sie für Ihren Hund auch wirklich ungefährlich sind. Die Gabe von Medikamenten sollte immer mit Ihrem Tierarzt abgesprochen werden. Medikamente sollten niemals in Reichweite des Hundes liegen gelassen werden.

Unzugänglich aufbewahrt werden sollten auch Schokolade, Zigaretten, Reinigungsmittel (einschließlich der leckeren, damit getränkten, Lappen und Schwämme ) und Alkohol.
© Michaela Jamans - Tierärztin


www.giftnotruf.de
Tel.: 0 30/1 92 40
Giftinformationszentrum Nord,
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen
- nach oben -Tel.: 05 51/1 92 40

_________________
Bild Liebe Grüße Bild

Bild

Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische
Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft zu einem Menschen. Konrad Lorenz


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Giftpflanzendatenbank
BeitragVerfasst: 5. Sep 2009 11:42 
hoffe die stand hier noch nirgends:




*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Besucher kamen durch folgende Suchbegriffe auf diese Seite:

hund frisst pilze im garten

zwergmispel giftig für hunde

knollenblätterpilz giftig für hunde

trompetenbaum giftig für hunde

fliegenpilz giftig für hunde

cotoneaster giftig für hunde

nadelholz giftig für hunde

ist der trompetenbaum für hunde giftig

hund hat amarilis im maul

rattengift blauer würfel hund

hund nadelholz

knollenblätterpilz giftig für Hunde

cotoneasterbeeren hunde

zwergmispel giftig hund

giftköder Würfelzucker

hund hat 50 mg Schlaftabletten gefressen

hund hat knollenblätterpilz gefressen Ist der rote Sand gegen Ölspuren für Hunde schädlich . hund hat schlaftablette gefressen zwergmispeln hund hund buchsbaum gefressen hund hat aspirin gefressen gegenmaßnahmen fliegenPilz giftig für Hunde verätzte speiseröhre auswurf blutbeimischungen hunde zwergmispel

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  

Viele, die ihr ganzes Leben auf die Liebe verwendeten, können uns weniger über

sie sagen als ein Kind, das gestern seinen Hund verloren hat.

Thornton Niven Wilder

cron
© phpBB® Forum Software phpBB3 Forum von phpBB8.de Archiv | Kontakt & Rechtliches free forum hosting
web tracker