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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Vorsicht Gülle
BeitragVerfasst: 11. Jul 2009 12:30 
01.05.2009 Uns erreichte heute folgende Nachricht: Warnung an alle Hundebesitzer! Vorsicht bei Gülle!

“Dies hab ich aus einem Forum mit der Bitte um Weiterleitung: Wir mussten Freitag letzter Woche unseren Shadow in die Tierklinik bringen weil er nicht mehr richtig laufen konnte. Zunächst sah alles so aus als ob er sich entweder einen Hexenschuss oder einen Bandscheibenvorfall zugezogen hätte als er beim Treppenlaufen gestolpert ist.

Einen Tag später waren die Beschwerden so schlimm das er selbst mit Hilfe nicht mehr stehen oder gar laufen konnte. Seit Samstag ist er deshalb stationär in der Tierklinik. Da die Beschwerden nicht richtig zu den Untersuchungsergebnissen passten wurde dann anstatt ein Bandscheibenvorfall eine Nervenwurzelentzündung vermutet und behandelt.

Am Montag traten bei Ruby plötzlich genau die gleichen Symptome auf und auch sie konnte innerhalb eines 1/2 Tages nicht mehr selbstständig stehen oder laufen.

Ruby liegt nun ebenfalls in der Tierklinik und die weiteren Untersuchungen lassen eigentlich keine andere Diagnose als Botulismus zu.

Bei Botulismus handelt es sich um eine Vergiftung mit einem der giftigsten Stoffe die es gibt. Dieses Gift kann sich in Tierkadavern (toten Vögeln oder Mäusen) bilden, kommt sehr oft im Silagen vor und es kann auch in Gülle enthalten sein. Bei diesem Gift handelt es sich um ein Nervengift, welches die Verbindung zwischen Nerven und der Muskulatur unterbricht.

Das ist vermutlich bei uns die Quelle der Vergiftung. In den letzten 2 Wochen wurden bei uns immer wieder Felder und Wiesen mit Gülle besprüht. Wir haben zwar immer versucht die Hunde davor fern zu halten aber du weißt ja selber das das nicht klappt. Wir haben uns bis jetzt aber auch nicht wirklich Sorgen um die Gesundheit gemacht.

Ich will jetzt keine Panik verbreiten doch bitte warne alle Hundebesitzer die du kennst vor den Gefahren die eine solche Wiese haben kann. Such einfach mal im Internet nach Botulismus da wirst du einiges finden.

Gegen das Gift gibt es kein Gegengift oder ein Medikament mit der es unschädlich gemacht werden kann. Es bleibt nichts anderes übrig als zu warten bis der Körper das Gift selbstständig wieder abgebaut hat. Dies kann
je nach Giftmenge die aufgenommen wurde Tage, Wochen oder sogar Monate dauern.

Sollte sich das Gift Nervenbahnen erreichen die zum Herz, zur Lunge oder sonstigen lebenswichtigen Organen führen gibt es keine Hoffnung mehr. Doch selbst wenn dieser Fall nicht eintrifft, kann es sein das neurologische Schäden entstehen die nicht mehr behoben werden können.

Bei unseren beiden ist der aktuelle Stand das Shadow kaum noch ansprechbar ist, er hat vergangene Nacht über 40 Fieber gehabt und kann sich selbstständig nicht einmal mehr anders hinlegen.

Ruby geht es im Moment noch etwas besser wobei keiner weiß ob sie den Verlauf nur mit 2 Tagen unterschied durchmacht oder ob sie Glück hatte und sich nicht ganz so stark vergiftet hat. Doch auch sie ist quasi ab dem Hals gelähmt. Sie kann zwar die Gliedmassen bewegen doch sie hat kein bisschen Kraft mehr in den Beinen. Das schlimmste an dieser Sache ist das sie im Kopf noch voll da ist und dich mit großen Augen um Hilfe anfleht.

Die Heilungsaussichten sind zumindest für Shadow im Moment eher schlecht und wir müssen wohl Ende der Woche eine Entscheidung treffen, sofern sich sein Zustand nicht bis dahin gebessert hat. Sollte sich Rubys Zustand heute oder morgen ebenfalls noch verschlechtern, so werde ich sie vermutlich ebenfalls noch diese Woche erlösen um ihr das Schlimmste zu ersparen.

Ich weiß von einem Schäfer, der hat an einem Tag (!!) mehrere Dutzend Schafe verloren daran.

Ursache waren tote Mäuse in der Silage, er hatte wohl beim Mähen mehrere Mäuse mit “erwischt” gehabt die dann mit eingewickelt wurden in den Rundballen und durch Verwesung wurde “Clostridium Botulinum” gebildet, mit letalem Ausgang…

Anmerkung:
Inzwischen mussten beide Hunde eingeschläfert werden.”

Passen Sie gut auf Ihre Schützlinge auf!

Ihr Team vom Tierheim Helenenhof


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BeitragVerfasst: 11. Jul 2009 12:39 
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Ja diesen Bericht über Botulismus hab ich auch schon gelesen. :(

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Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische
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BeitragVerfasst: 11. Jul 2009 13:19 
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oh sch....., da muss mann ja höllisch aufpassen!
manchmal fressen hunde ja auch gras und wenn man bedenkt, dass da vorher gülle drübergekippt wurde.....
nicht auszudenken!
nun, es ist gut zu wissen, dass man sich mit dem hund vor frisch gedüngten feldern am besten fernhält.

lg,
marie anne

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liebe grüße,
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BeitragVerfasst: 11. Sep 2009 21:21 
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Gut zu wissen, denn meine Hündinnen lieben es sich darin zu wälzen!

lg Anja


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BeitragVerfasst: 11. Sep 2009 22:28 
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Davon habe ich auch schon gehört und im Molosser-Forum wurde vor nicht all zu langer Zeit darüber geschrieben. Dort war der Verdacht, dass eine Hündin dieses Gift über Entenkot aufgenommen hat, sie mußte nach 3 Tagen Klinikaufenthalt eingeschläfert werden, konnte sich nicht mehr bewegen.

Wenn ich nur dran denke, wie oft ich meinen alten Stinkseppl aus einem Güllefeld geholt habe und in welchen Pfützen der schon lag.

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Liebe Grüße Dagmar mit Jumi
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BeitragVerfasst: 12. Sep 2009 10:11 
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Chaotentrio
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Das hab ich bisher noch nicht gehört. Mein Bingo wälzt sich auch mit vorliebe darin (nur bin ich inzwischen scheller als er u. lein ihn rechtzeitig an). Meine zwei Damen fressen gern davon. Werd natürlich jetzt noch besser aufpassen.

LG Renate

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Liebe Grüße
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BeitragVerfasst: 13. Sep 2009 19:37 
Ich bin ja immer für Vorsicht, wo möglich - aber Panikmache hilft selten.
Ich könnte gar nicht jede Güllewiese meiden, da hätte ich viel zu tun, obwohl ich sie natürlich schon allein um das Wälzen zu verhindern, umgehe wo es nur geht - und das machen sicher die meisten Hundehalter ohnehin schon, denke ich! Wer lässt seinen Hund schon auf einer frisch gejauchten Wiese rennen?

Aber passieren kann immer irgendwas, wir können unsere Tiere nun mal nicht absolut keimfrei halten... meine Meinung...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22. Sep 2009 08:10 
Bei uns ist im letztem Jahr eine DSH Mix Hündin mit 6 Mon. daran gestorben.
Sie hatte ein Totes Rehkitz gefunden und rum getragen, zwei Tage später war sie Tot.
Traurige Sache.

Ich bin froh das Leo weder Kölle och Tote Tiere mag.

Gruß Christa


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BeitragVerfasst: 22. Sep 2009 17:00 
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KLAUSHOFBANDE
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Christa hat geschrieben:
Bei uns ist im letztem Jahr eine DSH Mix Hündin mit 6 Mon. daran gestorben.
Sie hatte ein Totes Rehkitz gefunden und rum getragen, zwei Tage später war sie Tot.
Traurige Sache.

Ich bin froh das Leo weder Kölle och Tote Tiere mag.

Gruß Christa


Ich habe meine erste Hündin an Botulismus verloren. Es war schrecklich, wie sie gelitten hat. Sehr hohes Fieber, total verkrampfte Muskeln, auch Kaumuskeln, viel Speichel. Der Tierarzt hatte zuerst den Verdacht auf Tollwut, dann meinte er, dass er diese Anzeichen schon bei Schafen hatte. Die Autopsie ergab dann Botulismusbakterien. Gott sei Dank sehr selten, aber uns hat es auch getroffen.


Viele Grüße
Doris


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