Aktuelle Zeit: 15. Okt 2018 12:46

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2 Beiträge ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 4066

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Epilepsie beim Hund
BeitragVerfasst: 3. Jul 2009 23:30 
Epilepsie beim Hund

Ich stelle dieses Thema mal hier rein, da ich es interessant finde. Sicher hat der eine oder andere schon mal mit einem Epilepsie Hund zu tun gehabt, da ist es sicher gut, wenn man weiss wie man im Notfall handeln muss.

Epilepsie ist kein Todesurteil, beachtet man einige "Regeln", kann ein Hund damit sehr gut leben und alt werden.

Generell empfiehlt es sich, ein Anfallstagebuch zu führen. In diesem sollte täglich alles festgehalten werden, was irgendwie mit den Anfällen zu tun haben könnte. Auch an Tagen, an denen der Hund gar keine Anfälle hat. In einem Fall hat eine Bekannte im Anfallstagebuch sogar die aktuelle Wetterlage mitsamt Hoch- oder Tiefdruckgebieten, Temperatur, Niederschlag usw. festgehalten. Es kam heraus, dass ihr Hund immer, wenn eine Tiefdruckphase auf eine Hochdruckphase folgte, vermehrt zu Anfällen neigte. In dieser Zeit gab sie vermehrt Zusätze, auf die ihr Hund gut ansprach und konnte die Anfälle somit stark reduzieren oder zumindest mildern.

Epilepsie kann an sich nicht zu 100% diagnostiziert werden. Bei der Diagnose verfährt man nach einer Art Ausschlussverfahren. Alle möglichen Auslöser einer Epilepsie werden nach und nach ausgeschlossen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer primären und sekundären Epilepsie. Bei der primären Epilepsie handelt es sich sozusagen um eine „reine“ Epilepsie. Die sekundäre wird durch andere Krankheiten ausgelöst.

Mögliche Ursachen für eine sekundäre Epilepsie können z.B. sein:

- Unterzucker oder Diabetes

- Mittelmeerkrankheiten

- Hirnschäden (z.B, Wasserkopf oder Vernarbungen am Gehirn, aber auch Hirnhautentzündungen)

- Probleme mit der Schilddrüse

Es gibt noch viele andere mögliche Ursachen, was es sehr schwierig macht, sie zu entdecken. Auch wenn Krankheiten vorliegen und diagnostiziert werden, heißt das nicht, dass sie auch für die Anfälle verantwortlich sind. Es ist auch möglich, dass eine primäre Epilepsie und verschiedene andere Krankheiten vorliegen. Generell lässt sich aber sagen, dass ein guter Allgemeinzustand auch für die Minderung der Anfälle wichtig ist.


Untersuchungen, die bei einem Ausschlussverfahren helfen können:

- CT des Gehirns

- Hirnwasseruntersuchung (bei Verdacht)

- Röntgenaufnahmen der inneren Organe

- Blutzuckermessung (am besten zu festen Zeiten über einen längeren Zeitraum)

- MMK-Untersuchung

- Schilddrüsenuntersuchung

Eine ordentliche Untersuchung kann jahrelanges Pfuschen vermeiden. Stellt sich heraus, dass keine Schäden oder Erkrankungen vorliegen, kann von einer primären Epilepsie ausgegangen werden. Liegen Schäden oder Erkrankungen vor, können durch eine Behandlung dieser auch die epileptischen Anfälle verschwinden (müssen sie abe rnicht, es kann trotzdem eine primäre Epilepsie vorliegen).

Die medikamentöse Behandlung von Epilepsie

Die meisten Tierärzte sind mit einem an Epilepsie erkrankten Hund überfordert. Nur wenige geben das zu. Leider ist diese Krankheit schon beim

Menschen wenig erforscht, beim Hund sieht es da noch schlechter aus. Deshalb greifen die meisten Tierärzte sofort zu Medikamenten, um die

epileptischen Anfälle zu stoppen oder zumindest einzugrenzen. Gerne wird auch eine Kombination mehrerer Mittel verabreicht, was zu noch

mehr Nebenwirkungen und Schädigungen führen kann.

Die Antiepileptika lassen sich im Allgemeinen nur sehr schwer wieder absetzen. Ist ein Hund erst einmal an die Medikamente gewöhnt, werden mit

der Zeit immer höhere Dosen notwendig. Deshalb ist es sinnvoller, von Anfang an erst einmal alle anderen Faktoren zu beachten und evtl. somit schon Anfälle zu vermeiden. Dann werden Medikamente vielleicht gar nicht erst nötig. Ausgenommen sind hier natürlich Härtefälle, in denen es schnell gehen muss, da sonst ein normales Leben gar nicht mehr möglich ist.



Ernährung

Es scheint einen Zusammenhang zwischen der Fütterung von Getreide und Epilepsie zu geben. Die meisten Epi-Hunde, die ich kenne, reagieren auf Getreide vermehrt mit Anfällen. Generell lässt sich aber sagen, dass jeder Hund individuell reagiert und unterschiedliche Unverträglichkeiten vorliegen können. Diese können nicht immer durch einen Allergietest herausgefunden werden, aufschlussreicher ist hier eine Ausschlussdiät. Fertigfutter eignet sich für Hunde mit Epilepsie nicht, da nicht nachvollzogen werden kann, auf welche Stoffe der Hund im Einzelnen reagiert. Es ist möglich, dass Auswirkungen des Futters erst nach einer Weile bemerkt werden.

Vermieden werden sollen außerdem folgende Lebensmittel:

- Farbstoffe und Geschmacksverstärker

- Hefe

- Rosmarin, Ysop, Salbei und Fenchel

- Zucker/Melasse/Sirup


Als hilfreich haben sich folgende Lebensmittel und Zusätze herausgestellt:

- Honig (vor allem direkt nach den Anfällen)

- Taurin (1 Msp. pro Tag)

- Vitamin-B-Komplex

- Heilerde

- Vitamin C

- evtl. Vitamin K1


Chemische und andere Belastungen

Hierunter ist alles zu verstehen, was dem Hund irgendwie zugeführt oder in seine Nähe gebracht werden kann.

Vermieden werden sollten:

- chem. Wurmkuren

- Impfungen

- chem. Zeckenmittel

- Plastik- und Keramiknäpfe

- Weichspüler (z.B. im Hundekissen)

- leuchtende/blinkende Lichtquellen

- Haarspray, Zigarettenqualm und alles andere Giftige, was der Hund abbekommen könnte

Staub

- Streß (jeglicher Art, jede Überreizung kann zu einem Anfall führen)

- Überhitzung


Was tun im Notfall?

Generell ist es hilfreich, dem Hund nach seinen Anfällen (währenddessen lieber nichts in den Mund schieben, der Hund könnte sich verschlucken)

Honig und Rescue-Tropfen zu geben. Auch eine zusätzliche Gabe Taurin kann helfen, dass der Hund schnell wieder fit ist. Manche Hundebesitzer merken mit der Zeit, wann ihr Hund einen Anfall bekommt und können diesen durch vermehrte Tauringaben verhindern oder herauszögern.

Es ist möglich, dass ein Hund nicht mehr von selbst aus seinen Anfällen herauskommt. Das passiert selten, es muss aber sofort gehandelt werden.

In der Regel erhält man vom Tierarzt ein Schlafmittel, das im besten Fall rektal verabreicht werden kann. In einem Anfall kann es sein, dass der Hund sich an Tropfen oder Tabletten verschluckt, eine Spritze kann abbrechen.

Eine Neurologin meinte einmal zu uns, dass solche Mittel bei Hunden nur schwer überdosiert werden können, da Hunde einen viel schnelleren

Stoffwechsel haben als Menschen. Hunde vertragen recht hohe Dosen, weshalb oft der Fehler gemacht wird, dass zu wenig verabreicht wird und der Hund so trotzdem nicht aus seinen Anfällen herauskommt. Leider wissen dasnur wenige Tierärzte, uns wurde von einer Tierärztin eine Dosis genannt, die weit unter dem lag, was tatsächlich benötigt wurde.

Wenn alles nichts nützt gibt es die Möglichkeit, zum Tierarzt oder in einer Tierklinik zu fahren, die den Hund erst einmal in eine Narkose legt. So kann die Anfallsserie unterbrochen werden.


An wen kann ich mich wenden?

Es gibt nur wenige Spezialisten für Epilepsie beim Hund. In der Tierklinik Trier arbeitet Frau Dr. Kornberg, die Klinik erteilt aber auch gerne Auskunft, an welchen Arzt man sich sonst noch wenden kann. Es ist sehr wichtig, sich von Anfang an an einen Spezialisten zu wenden. Dieser kann auch mit dem Tierarzt vor Ort eine Therapie durchführen, falls er zu weit entfernt ist. Viele Tierärzte fühlen sich dabei auf den Schlips getreten oder wollen nicht zugeben, dass ihr Wissen auf dem Gebiet begrenzt ist. Oftmals wird auch bestritten, dass es einen Zusammenhang zwischen der Ernährung, der Lebensweise und der Krankheit gibt.


Eine begleitende homöopathische Behandlung

Es empfiehlt sich, den Hund parallel homöopathisch zu behandeln. Es gibt einige Tierheilpraktiker, die sich auf das Thema Epilepsie spezialisiert haben. Mir sind als Ansprechpartner für Epilepsie die THPs Frau Hönig (Duisburg), Elke labynsky (Frankfurt-Mainz) und Claudia Grothus (Tecklenburg) bekannt.



Links



*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***



*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***



Fragebogen zu den Anfällen, praktisch für den Tierarztbesuch:

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***



*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***



Homöopathisch arbeitende Tierheilpraktiker:



*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16. Jul 2009 16:19 
Leo hat Epilepsie und bekommt Medis
Damit geht es ihn ganz gut und hatte seit 2,5 Jahren keinen Anfall mehr.
Er bekam immer von Dez.-Feb. seine Epi Anfälle.
Leo konnte die Weihnachtsbeleuchtung und die vielen Lichter an den Straßen nicht ab.

Gruß Christa


Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Besucher kamen durch folgende Suchbegriffe auf diese Seite:

getreide hund epilepsie

tierarzt spezialist für epilepsie

taurin hund epilepsie

gibt es experten für epilepsie bei hunden

facharzt für epilepsie beim hund

getreide und epilepsie

epilepsie spezialist hund

tierarzt trier epilepsie

epilepsie hund taurin

dosierung taurin hund epilepsie

spezialist epilepsie hund

epilepsie hund spezialist

tierarzt spezialisiert auf epilepsie epilepsie spezialisten hund spezialist für epilepsie bei hunden tierklinik epilepsie hund epilepsie honig spezialisten für epilepsie beim hund http:www.altehirtenhunde.dewichtige-artikel-und-links-f97epilepsie-beim-hund-t17.html tierklinik trier epilepsie spezialist für epilepsie beim hund Taurin Hund Epilepsie epilepsie hund getreide tierklinik für epilepsie hund epelepsie honig

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  

Viele, die ihr ganzes Leben auf die Liebe verwendeten, können uns weniger über

sie sagen als ein Kind, das gestern seinen Hund verloren hat.

Thornton Niven Wilder

cron
© phpBB® Forum Software phpBB3 Forum von phpBB8.de Archiv | Kontakt & Rechtliches free forum hosting
web tracker