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 Betreff des Beitrags: Spanien zurück ins Mittelalter ?
BeitragVerfasst: 28. Apr 2011 06:59 
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Spanien zurück ins Mittelalter ?

Guter Dinge waren wir in letzter Zeit, weil der Tierschutz in Spanien beständige Fortschritte machte. Endlich hatten die Gemeinden und Kommunen angefangen den Tierschutz zu unterstützen. Mit den Fördergeldern konnten die Spanier sich langsam auf eigene Beine stellen. Nun sprechen die Gemeinden und Kommunen von großen Geldproblemen und schlagen ins Gegenteil um. Unterstützungen wurden in diesem Jahr noch nicht geleistet - die Kassen sollen leer sein.

Endlich hatte sich die Mehrheit der Spanier durchgerungen gegen die Durchführung von Stierkämpfen zu stimmen und heftig dafür demonstriert, da sprechen die Politiker von "Förderungswürdigem Kulturgut" und ignorieren die Stimme des Volkes. Dabei sind die Arenen leer bis auf ein paar Touristen aus Fernost und anderen Ländern. Die leeren Plätze aber werden mit Staatsgeldern finanziert. Subventionen fürs Töten von Tieren, was keiner will! Sind die Kassen also doch nicht leer?

Doch, behaupten die Gemeinden und Kommunen und geben doch Unsummen für unsinnige Projekte aus, die kaum ein Spanier unterstützt wissen will. Immer mehr werden gut geführte Tierheime in die Hand von SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNGSFIRMEN gegeben, die daraus Tötungen machen, wo Tiere lediglich gefangen, gestapelt und dann eingeschläfert werden. Töten ist halt billiger als Tierschutz! Das Mitgeschöpf Tier spielt keine Rolle dabei.

Quelle und verfolgt bitte auf der verlinkten Seite die Neuigkeiten(!!!) :

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


BEATRIZ MENCHEN, vom spanischen Tierschutzverein LA VOZ ANIMAL Madrid ist am 26.04.2011 vor ihrem Tierheim in Getafe in einen HUNGERSTREIK getreten, um gegen die unerträgliche Situation für die Tiere in Spanien zu demonstrieren und ein Zeichen zu setzen.





Am 26.4.fand zudem eine Demonstration der Tierschutzvereine Madrids und deren Dachorganisation FAPAM statt, um Beatriz Anliegen zu unterstützen.





Auch wir müssen diesen Kampf unterstützen, um ein Zeichen gegen das unendliche Tierleid und die unzähligen Tötungen in Spanien zu setzen.


__________________________________________________________________________


26.04.2011


HILFE FÜR BEATRIZ





Beatriz ist ein Mensch, der nicht gerne um Hilfe bittet. So mussten wir in der Vergangenheit immer wieder feststellen, dass ihre Hilferufe uns oft sehr spät erreichten. Sie ist eine Kämpferin, die versucht ihre Probleme selbst zu lösen. Doch diesmal benötigt sie dringend unsere Hilfe!

Sie hat daher einen Brief verfasst, den wir im Original unter Hilfe fuer Beatriz eingestellt haben.


Wir möchten hier auf die Schnelle - denn die Zeit drängt - nur eine kurze Zusammenfassung des Textes wieder geben:

Beatriz bedankt sich bei allen, die sie in der Vergangenheit unterstützt haben und weist darauf hin, dass der Tierschutz in Spanien den Berg runter geht. Es wird eine neue Situation geben und viele Tiere werden getötet werden, wenn sich nichts ändert und es dabei bleibt. Wenn ihr - wie geplant - das Tierheim PARLA abgenommen wird, steht ein Desaster bevor. Sie ist darüber sehr verzweifelt und kämpft für ihre Tiere.


14 Jahre lang hat sie alles für die Tiere von PARLA getan und sie nach ihren Möglichkeiten auch medizinisch versorgen lassen.In all den Jahren konnten 3162 Tiere durch Beatriz und LaVozAnimal gerettet werden und fanden ein neues Zuhause bei lieben Familien. Für lediglich 52 Tiere (1,39% in 14 Jahren) war keine Hilfe mehr möglich und sie mußten in der Tierklinik eingeschläfert werden.



Die Gemeinde hat nun aus rein finanziellen Gründen beschlossen, dass eine Schädlingsbekämfungsfirma das Tierheim PARLA übernimmt.
Sollte das jetzt passieren, so ist damit zu rechnen, dass dies genau so endet, wie es in Bea`s Tierheim GETAFE im letzten Jahr zuging, als man es ihr vorübergehend wegnahm und es einer Schädlingsbekämpfungsfirma übergab. In GETAFE brachte diese Firma es fertig auf eine Tötungsrate von über 66,66 % INNERHALB EINES HALBEN JAHRES !!!!!!!!! zu kommen. Das hieß, NUR EIN DRITTEL aller aufgenommenen Hunde und Katzen überlebten!!!


(und man kann sicher sein, dass dafür keine medizinische Indikation vor lag - ist unsere Anmerkung dazu).










Beatriz kann und will dies für ihre Schützlinge nicht zulassen. Sie ist tief verzweifelt und weiß keine andere Lösung mehr als mit ihrem unbefristeten Hungerstreik für die hilflosen Tiere zu kämpfen.


Sie möchte ALLE ihre Schützlinge retten. Sie bittet uns für ihre Aufgabe und die Tiere in Not zu beten!!!

Beatriz verspricht, dass sie uns auf dem Laufenden halten wird und erforderliche Informationen an uns weiter gibt, damit wir sie ggf. sinnvoll unterstützen können.

Zunächst bittet sie uns inständig SOFORT den unten stehenden Brief an alle zuständigen Politiker, zunächst jedoch an den Bürgermeister, zu schicken. Sie wird zu gegebener Zeit informieren an wen wir ihn noch richten sollen.

Sie dankt allen, die sie unterstützen in ihrem verzweifelten Kampf für die Tiere.

--------------

Wir bitten nun alle Tierfreunde den unten angeführten Musterbrief und die Mailanschrift mit dieser Anweisung so weit wie möglich zu verteilen, damit möglichst viele Tierfreunde an dieser Aktion teilnehmen! Nutzt dazu bitte alle Verteiler, Foren, Facebook, Twitter, jeden Mailabsender, jeden Ausweis, der Euch zur Verfügung steht und alle Möglichkeiten des Internets.

Rettet die Tiere von PARLA!

Das Internet ist eine starke Waffe, denn nur so konnten wir schnell von den Problemen der spanischen Tierschützer erfahren und können schnell handeln.

Bitte beteiligt Euch an dieser Aktion, denn es geht nicht nur um die Tiere aus PARLA, sondern generell um die Einstellung der spanischen Behörden zu Tierschutz! Das Problem betrifft nicht nur PARLA, sondern fast alle spanischen Tierheime.

Tierfreunde - lehnt Euch gemeinsam mit der zierlichen Tierheimleiterin Beatriz auf gegen das sinnlose Abschlachten und fordert das Recht ein, dass die Tiere selbst nicht fordern können. Gegen zu viele Tiere auf den Straßen hilft nur gute Tierschutzarbeit, Aufklärung und Kastrationsaktionen!







Schickt die Protestmail an den Bürgermeister von Getafe an folgende Emailadresse:




alcaldia@ayto-getafe.org


Bitte mit Namen und Pa-Nr unterschreiben. Leitet die Mail an alle Tierfreunde weiter, damit das sinnlose Töten endlich aufhört!


________________________________________________________________________



Estimado señor Pedro Castro Vazquez,


Me dirijo a usted porque he tenido conocimiento del cambio de gestión de la
perrera de Getafe. Un cambio absolutamente radical ya que ha pasado de una
gestión de 14 años con un 1,39% de sacrificios, a una gestión que en seis
meses lleva un 66,66% de sacrificios, con un presupuesto superior.

Creo que los Ayuntamiento deben seguir la voluntad de sus ciudadanos y de la
sociedad en general y, en este caso, los ciudadanos quieren una gestión que
opte por la adopción de los animales abandonados y no por su sacrificio
indiscriminado, una gestión de protección animal, en definitiva NO quieren
una perrera mata perros.

Un Ayuntamiento que, hasta el momento, ha podido ser ejemplo de cómo se debe
gestionar el dinero público en relación con el tema que nos ocupa, ha dejado
de lado algo que hacía bien y ha pasado a adjudicar un servicio tan
necesario y claramente indicativo del desarrollo de una población a una
empresa que, día a día, semana a semana, mancha de sangre el resto de
decisiones que pueda tomar.

Voy a difundir entre mis conocidos esta noticia, son datos públicos, los
ciudadanos deben saber como gestiona usted la perrera municipal de su
municipio y le recuerdo que esos animales, a los que se está masacrando a
poca distancia de su consistorio, no votan, pero todos nosotros sí.


Nombre y apellidos:

DNI:

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 Betreff des Beitrags: Re: Spanien zurück ins Mittelalter ?
BeitragVerfasst: 4. Mai 2011 21:00 
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Nun endlich übersetzt: Beatriz begründete ihren Hungerstreik vorab so:
von Monika Bender, Mittwoch, 4. Mai 2011 um 21:23

Manifest von Beatriz Menchén, in dem sie die Gründe für ihren Hungerstreik erklärt




Mein Name ist Beatriz Menchén und ich bin eine überzeugte Tierschützerin, die seit mehr als 17 Jahren ihr Leben der Rettung der spanischen herrenlosen Tiere widmet. Ich begann im Jahre 1995 als Ehrenamtliche in der Perrera von Getafe und stellte damals voller Entsetzen fest, dass man dort absolut ALLE Tiere systematisch einschläferte. Ich gab nicht nach, bis man mir im Jahre 1998 die Verwaltung dieser Perrera übertrug. Das ermöglichte mir, die Tiere zu retten, ohne von unsensiblen Menschen und deren Entscheidungen abhängig zu sein. Nun hing der Tod nicht mehr wie ein Schatten über den Tieren der Perrera. Damals arbeitete ich auch ein Tierschutzprojekt für staatliche Tierheime aus und man übertrug mir auch die Perrera von Parla, einem anderen Stadtteil Madrids.



Im Jahre 2000 wurde der Tierschutzverein La Voz Animal ( Die Stimme der Tiere) gegründet, mit dessen Hilfe ich beide Perreras führen konnte. In diesen ganzen Jahren arbeiteten wir hart und mit unermüdlichem Aufwand daran, aus diesen beiden Tötungsstationen vorbildhafte Tierheime zu machen. Sicherlich könnt Ihr Euch vorstellen, was das in diesem Land bedeutete, in dem es von Seiten der Behörden komplett an Sensibilität und Interesse an allem, was Tierschutz betrifft, fehlt.



Am 26.04.2011 werde ich einen Hungerstreik antreten, dem eine Demonstration voran gehen wird. Wir werden vom Bahnhof “Las Margaritas”, neben dem die alte Perrera von Getafe liegt, bis zum Rathaus von Getafe gehen. Die Verwaltung dieser Perrera wurde uns nach 14 Jahren vor einem Jahr weggenommen und der Firma Vetmovil übertragen. In den 14 Jahren, in der wir die Perrera betrieben, vermittelten wir 3.166 Hunde und Katzen und schläferten nur 52 aus humanitären Gründen ein ( 1,39 %). Vetmovil hat in den vergangenen 6 Monaten 66,66 % der von ihnen aufgelesenen Tiere eingeschläfert. Ich kann den Gedanken an diese Tiere, die noch leben könnten, wenn wir die Verwaltung der Perrera inne gehabt hätten, nicht ertragen! Aber Herr Javier Birlanga, Leiter der Firma Vetmovil, schläfert systematisch ein und wird es auch weiter tun, wenn wir nichts dagegen unternehmen.



Andererseits wird auch in wenigen Wochen die Ausschreibung für die Betreibung der Perrera von Parla durchgeführt werden und auch dort wird sie dem billigsten Anbieter zugeteilt werden, was den Tod vieler Tiere bedeutet. Einschläfern ist nun mal billiger als die Tiere zu heilen, aufzupäppeln und medizinisch zu versorgen…

In Parla wurden, in Zusammenarbeit zwischen La Voz Animal, Recasur und Perrigatos en Apuros in den vergangenen 12 Jahren 3.132 Tiere vermittelt und nur 39 aus strikt humanitären Gründen eingeschläfert.



Die Firma Vetmovil betreibt illegale Konkurrenz, denn logischerweise können Tierschützer, die nicht einschläfern, nicht mit ihr konkurrieren.



AUS DIESEN OBEN GENANNTEN GRÜNDEN WERDE ICH EINEN UNBEFRISTETEN HUNGERSTREIK ANTRETEN BIS:



- der Projekt TIERSCHUTZ wieder in der Perrera von Getafe eingeführt wird, das nie von der zuständigen Verwaltung hätte aufgelöst werden sollen, im Gegenteil, unser Projekt hätte ihre Unterstützung von Anfang an verdient! Wir fordern eine neue Ausschreibung, zu der nur Organisationen, die wahren Tierschutz betreiben und die auf eine langjährige Erfahrung im Tierschutz zurück blicken können, Zugang haben. Und wir fordern “ Sacrificio cero” = “ Null Einschläfern”!!



- die Verwaltung von Parla eine Ausschreibung durchführt, an der sich nur wahre Tierschutzvereine beteiligen dürfen und nicht Unternehmen, die einschläfern. Dazu sollte auch der nötige Kostenvoranschlag für ein wahres Tierschutzprojekt zur Verfügung gestellt werden.



GLEICHZEITIG BEABSICHTIGE ICH MIT DIESEM HUNGERSTREIK:



1- den wahren Tierschutz – ohne Einschläfern - in ganz Spanien zu fördern.

2- das Gewissen der spanischen Gesellschaft bezüglich der Probleme der ausgesetzen Tiere wachzurütteln und somit die Politiker zu verpflichten, endlich einzugreifen.

3- dass endlich ein Tierschutzgesetz auf nationaler Ebene in Kraft tritt.

4- dass die Tierschutzgesetze der verschiedenen Autonomien (Regionen) Spaniens verbessert werden, das Einschläfern unterbunden und genügend Geld für die Perreras zur Verfügung gestellt wird, damit sie die Tiere am Leben erhalten können und endlich mit dem restlichen Europa vergleichbar sind. Tierschutz ist nicht Töten!

5- dass endlich alle Perreras in Tierheime umgewandelt werden, in denen die Tiere gepflegt, medizinisch versorgt, ernährt und sterilisiert werden und dort die nötige Zeit bis zu ihrer Vermittlung verbringen dürfen.

6- dass die Gesetze angewandt werden und die Tierquäler, Mörder und Kriminellen nicht noch von den Behörden geschützt werden.



DIE TIERE BRAUCHEN UNS, WIR MÜSSEN SIE BESCHÜTZEN, WIR DÜRFEN SIE NICHT IM STICH LASSEN !



LASST UNS GEMEINSAM DIESEN WICHTIGEN SCHRITT IM SPANISCHEN TIERSCHUTZ ZUM WOHLE DER AUSGESETZTEN TIERE GEHEN !



WENN WIR ENDLICH AUFHÖREN WOLLEN, TÄGLICH ELEND UND VERZWEIFLUNG ZU FÜHLEN, LASST UNS GEMEINSAM REAGIEREN!

GEMEINSAM KÖNNEN WIR ES VOLLBRINGEN !



WIR MÜSSEN DIESE IMMENSE ANSTRENGUNG AUF UNS NEHMEN UND IN ZUKUNFT HART DARAN ARBEITEN, ABER ES WIRD SICH LOHNEN !



ICH DANKE EUCH ALLEN UND WIR SEHEN UNS BEI DER DEMONSTRATION.



Beatriz Menchén

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 Betreff des Beitrags: Re: Spanien zurück ins Mittelalter ?
BeitragVerfasst: 14. Mai 2011 06:48 
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 Betreff des Beitrags: Re: Spanien zurück ins Mittelalter ?
BeitragVerfasst: 18. Mai 2011 06:43 
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 Betreff des Beitrags: Re: Spanien zurück ins Mittelalter ?
BeitragVerfasst: 21. Mai 2011 10:21 
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Brief von Beatriz Menchén anlässlich der Beendigung ihres Hungerstreiks


MITTEILUNG VON BEATRIZ:

DER ANFANG VOM ENDE BEGINNT!

Hallo an Euch Alle, Tierschützer aus ganz Spanien und der ganzen Welt!

Ich danke Euch allen, danke Euch von ganzem Herzen! Heute ist einer der glücklichsten Tage meines Lebens, denn nun weiss ich, dass sich die 14 Jahre, die ich mich unter den schwierigsten Bedingungen den ausgesetzten Tieren in Getafe gewidmet habe, gelohnt haben:

Es war hart, diese ganzen Jahre Tierschutz in einer Perrera zu machen, denn immer war ich nahe am Abgrund, kurz vorm Zusammenbruch: kurz davor, körperlich und geistig zusammenzubrechen, kurz davor, ohne menschliche und finanzielle Mittel dazustehen, voller Angst, dass uns die Perrera weggenommen und dem Tierschutz, den ich aus eigener Initiative und ohne dass mich irgendjemand darum gebeten hatte, ins Leben gerufen hatte, ein plötzliches Ende gesetzt werden würde. Und das alles an einem Ort, der das Schrecklichste war, das ich je in meinem Leben gesehen hatte! Als ich die Perrera von Getafe übernahm, wurden 98 % der Tiere, die in diesem Bezirk Madrids aufgelesen wurden, eingeschläfert! Für Vermitlungen wurde gerade mal eine Stunde pro Woche geöffnet, Donnerstagsvormittags von 10 bis 11 Uhr ....das bedeutete für die Tiere, null Vermittlungschancen.

Und als ich dann bewiesen hatte, dass es möglich war, eine Perrera zu führen OHNE EINZUSCHLÄFERN, und je inständiger ich die Verwaltung von Getafe darum bat, mein Tierschutzprojekt zu ihrem zu machen und einen gemeinsamen Weg zu gehen, indem sie bessere Einrichtungen und mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stellten, brach dieses ganze Projekt zusammen, weil sie den Firmen Vetmovil und Hydra die Perrera übergaben! Es war genau das geschehen, was ich am meisten befürchtet hatte..

Das war ein harter Schlag für mich und ich MUSSTE etwas unternehmen! Ich empfand wieder genau dieselbe Energie und Verzweiflung, die mich vor 14 Jahren dazu getrieben hatten, die Perrera von Getafe zu übernehmen. Ich konnte die Tiere nicht dem Tode überlassen! Ich konnte nicht zulassen, dass 14 Jahre Tierschutz umsonst gewesen waren! Und als ich dann Einsicht in die Daten der Perrera bekam, bestätigten sich alle meine Befürchtungen: fast 70 % der aufgelesenen Tiere waren in 6 Monaten eingeschläfert worden!

MIR BLIEB NICHTS ANDERES ÜBRIG, ALS EINEN HUNGERSTREIK ZU BEGINNEN. ES DURFTE NICHT EIN EINZIGES TIER MEHR STERBEN!

Heute war der 23. Tag meines Hungerstreikes. Es waren 23 sehr, sehr lange, harte und schwere Tage. Aber jeden dieser Tage hatte ich die feste Überzeugung, dass ich es für die Hunde und Katzen tat, die noch am Leben gewesen wären, wenn ich die Perrera geleitet hätte und die nun den Händen von Mördern ausgeliefert waren.

Dass ich es geschafft habe, ist aber all den Menschen aus ganz Spanien und der ganzen Welt zu verdanken, die wussten, dass ich für eine gerechte Sache kämpfte und die mir mit ihrer Unterstützung und Zuneigung die nötige Kraft dazu gaben.

Denn es war das erste Mal, dass wir ALLE ZUSAMMEN den Politikern gesagt haben, dass wir WAHREN TIERSCHUTZ machen wollen. Und sie haben uns endlich erhört! Es ist das erste Mal, dass - ausser in Katalonien - eine Stadt die Bedingung absoluter Tierschutzkriterien in der Ausschreibung für eine Perrera stellen wird und dadurch das Wohlergehen der aufgelesenen Tiere in Getafe garantiert ist.

Ich kann kein grösseres Glücksgefühl empfinden, als in diesen Momenten und ich nehme an, dass es Euch genau so geht. Denn endlich ist der Tierschutz in Getafe eingekehrt und er wird Getafe nie wieder verlassen!

ES IST DER ANFANG DES ENDES!! ES IST DER ANFANG DER ÖFFENTLICHEN TIERHEIME UND DAS ENDE DER PERRERAS!!

Es erwartet ein langer Weg, aber diesmal wird es alles einfacher sein, denn nun sind wir viel mehr Menschen!! Die Politiker können uns nicht mehr ignorieren und die Tiere haben ein Recht darauf, respektiert zu werden und glücklich zu sein! Wir haben nun das Versprechen der Verwaltung von Getafe, dass ein Tierschutzverein, der NICHT einschläfert, die Perrera von Getafe übernehmen wird. Wenn dieser den Vertrag unterschrieben hat, WERDEN WIR EIN GROSSES FEST FEIERN UND ICH MÖCHTE EUCH ALLE DAZU EINLADEN! Wir werden den TAG DES STOLZES DER TIERSCHÜTZER AUS ALLER WELT feiern!!

Glückwünsche an Euch Alle!!

Beatriz Menchén

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 Betreff des Beitrags: Re: Spanien zurück ins Mittelalter ?
BeitragVerfasst: 21. Mai 2011 22:21 
Wie wundervoll es wäre, wenn Beatriz Recht behielte, und das Ende der Perreras eingeläutet würde.

Frustrierte Grüße
Petra


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